Bonn - Borussen
Bonn - Borussen

Bumsis Meinung

 

 

 

 

Rückrunden-Auftakt
 
Juchhu – das war er also endlich wieder: Der Rück- runden-Auftakt! Bei herr- lichem Wetter mit Sonne und Kälte habe ich mich selber aufgemacht ans ehemalige Böllenfalltor. Der ein oder andere hat mich vielleicht sogar in Doppel- halter-Manier im Stadion erkannt.

Nein, es war kein schönes Spiel. Und ja, es war leider nur ein Remis. Und jawoll, es war zu wenig für unsere Fohlen, um nach vorne zu rücken, um aufzuholen. Aber: Es war endlich wieder Fußball-Bundesliga an ei- nem Samstag um 15:30 Uhr. Beste gute alte Tradition. Apropos Tradition: Da freut man sich so sehr auf den Fuppes mit all seinen bekannten, liebevoll ge- pflegten Details, da muss man doch heuer immer öfter Abstriche machen und sich umorientieren. Stadion- namen (aktuell Aachen) wechseln, Vereinsnamen (Leipzig) ändern sich, Maskottchen (hey,  etwa ich?) und Vereinsembleme (aktuell Juventus, Cardiff) werden ausgetauscht. Der Herbstmeister des 17. Spieltages steht jetzt im Winter-Januar erst fest...?!

Verrückte Welt. Okay, den Wechsel von Bumsi auf Jünter als offizielles Borussen-Maskottchen will ich mal so gerade gelten lassen. Bitte vergesst mich aber um Grashoffs Willen nicht ganz! Aber so langsam macht der Änderungswahn vor nichts mehr halt: 48er-WM, Wüsten-WM im Winter, Astronauten-Fuß- bälle, Stadien mit Dächern (Turnhallen), Werbepausen bis zum Erbrechen, der vierte Ersatzspieler, Versitz- platzung, inflationäre Sta- dionkost (S04), TV-Embargo, Diskussionen um Abseits, Torrichter, Hawkeye und Fahnenverbote. All dies und noch viel mehr. Wir sollten uns stark machen, immer wieder anzuprangern, was unser Hobby zerstören könnte. Bei mir war es Baumwolle und Leder. Heute ist es Polyacryl und Glasfaser. Welt im Wandel - schon klar. Will ja auch nichts schlecht reden. Aber Finger weg von unkaputt- baren Werten im Sport. Gerade schmeißt die „Petro- handball-Nation“ Katar un- sere Bad Boys aus dem WM-Turnier (ohne TV-Über- tragung!). Sportliche Weiter- entwicklung ja. Aber wer will ernsthaft zusammenge- kaufte Teams mit ver- schenkten Staatsbürger- schaften und Millionen von Sponsorengeldern? Wer will korrupte Verbände und seltsam anmutende Gericht- surteile beim Thema Doping? Ich nicht.

Da lobe ich mir still und leise meine Old-School-Visage als Doppelhalter auf der Tribüne des altehr- würdigen Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor. Juchhu – der Ball rollt wieder. Fußball ist Emotion, Fußball ist Tradition! Ihr Fans seid der Hüter dieses heiligen Grals! Nie ver- gessen! Ich roll mich dann mal wieder etwas unrund dem nächsten Spieltag entgegen.

Euer Bumsi

 


Bumsis Archiv

bumsi@fp-mg.de

 

 

Hier erfahrt ihr regelmäßig, was in Sachen Verein gerade aktuell, wissenswert und wichtig ist.

Bleibt auf dem Laufenden mit den Bonn-Borussen.

Neuigkeiten rund um den Verein

Na,Kommt euch das nicht bekannt vor ?

<< Neues Tex

Entschieden - Stindl geht nach Gladbach

Lars Stindl (v.) wechselt von 96 zu Mönchengladbach
Lars Stindl (v.) wechselt von 96 zu Mönchengladbach

Lars Stindl wird Hannover 96 im Sommer verlassen und bei Borussia Mönchengladbach anheuern. Das bestätigte der 26-Jährige per Twitter.

Bei der Fohlen-Elf unterschreibt der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis zum Sommer 2020. Die Borussia hat im Wettkampf um eine Verpflichtung Stindls unter anderem Bayer Leverkusen ausgestochen. "Wir hatten bei den Bemühungen um Lars Stindl starke Konkurrenz und freuen uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat. Er ist im Mittelfeld auf mehreren Positionen einsetzbar und hat als Kapitän von Hannover 96 gezeigt, dass er mit seiner Erfahrung auch Verantwortung übernehmen kann", so Sportdirektor Max Eberl.

"Hannover 96 hat Lars ein sehr gutes Angebot vorgelegt. Dass er sich für einen Wechsel im Sommer entscheidet, haben wir zu respektieren. Er gehört zu den begehrtesten Spielern in der Bundesliga", erklärt 96-Sportdirektor Dirk Dufner.

Stindls Wechsel wird ermöglicht, da der Kontrakt des 96-Kapitäns über eine Ausstiegsklausel verfügt. Demnach soll Gladbach etwa drei Millionen Euro an die Niedersachsen überweisen.

tfeld >>

Machs gut, Jung!

Borussia hatte viel zu feiern. Aktuell zum Beispiel den erfolgreichen Saisonabschluss und den Europapokaleinzug. Etwas längerfristig allerdings auch die gesamte Ära Favre. Zunächst den unmöglichen Klassenerhalt geschafft und die Borussia in den folgenden drei Jahren scheinbar im Handumdrehen zu einem ständigen Anwärter auf Europa gemacht. All das ist für uns Fans wunderschön, es lässt allerdings auch ein Phänomen des modernen Fußballs erkennen. Der Erfolg eines Vereins (sehen wir mal von Barcelona, Real, Bayern ab) ist stets mit dem anschließenden Verlust der besten Spieler verknüpft. Auch in diesem Jahr gesellt sich zum Jubel etwas Wehmut.

 

Wehmut über den Abgang unserer Nummer 1, Marc-André ter Stegen. Max Eberl hat es gesagt: „Wir sehen den Abgang mit einem weinenden und einem stolzen Auge!“. Dass der FC Barcelona einen Spieler holt, der seine gesamte fußballerische Ausbildung bei der Borussia genossen hat ist ein großes Lob. Es geht jedoch ein sportlich ganz Großer!

 

Seit 1996 im Verein und seit 2011 erste Wahl in der Bundesligamannschaft unseres geliebten VfL. 108 Bundesligaspiele mit nur 22 Jahren. Alles nur Zahlen. Beeindruckende Zahlen. Der Abschied ist jedoch emotionaler als es all diese Zahlen auszudrücken vermögen. So emotional, dass nur eine persönliche Ansprache dem Ganzen gerecht werden kann.

(Foto: nordkurvenfotos.de)
(Foto: nordkurvenfotos.de)

Lieber Marc-André,

 

du hast drei Saisons, sechs weitere Spiele, zwei Relegationsspiele und zehn Europapokalpartien im Schwarz-Weiß-Grünen Dress gemacht. Und doch hast du mit deinen 22 Jahren nahezu alles mit deinem Heimatverein erlebt. Purer Abstiegskampf bis Champions-League-Hymne. Wahnsinn.

 

Erinnerst du dich an den 10.04.2011? Dein Bundesligadebüt. Strahlender Sonnenschein, der FC war zu Gast. Vor dem Spiel sickerte durch, dass du im Tor stehen würdest. Ich hatte ohnehin etwas Angst. Bei einer Niederlage wäre der Abstieg fast unumgänglich gewesen. Zuhause gegen den FC. Eine unerträgliche Vorstellung. Um ehrlich zu sein war ich mir nicht sicher ob es eine gute Idee ist dich zu bringen. Man hatte immer viel gehört von dir. Das absolute Toptalent im Tor, die deutsche Zukunft, der „Mini-Kahn“. Aber härtester Abstiegskampf mit nicht mal 19 Jahren? Du hast mich natürlich eines besseren belehrt. Souveräner Auftritt. 5:1. Die Hoffnung erhalten und den FC weggehauen. Stark!

 

Einige Wochen später. Die falsche Borussia zu Gast. Dortmund kann Meister werden und die wahre Borussia wäre bei einer Niederlage wieder fast aussichtslos verloren. Fast 20.000 Schwarzgelbe, so hört man im Vorfeld, sollen in unserem Stadion sein. Eine Meisterfeier im BORUSSIA-Park während wir wie junge Löwen um die Klasse kämpfen. Auch das wäre eine unvorstellbare Schmach gewesen. Diesmal gab es kein Schützenfest. Im Gegenteil: so richtig klar ist mir heute nicht mehr, wie wir das Ding holen konnten. Was ich noch weiß: nachdem du schon ein bis zwei Mal sehr ansehnlich gehalten hattest spielt Arango in der 35. Minute einen langen Ball, Subotic stellt sich ungeschickt an und Idrissou macht das 1:0. In der zweiten Hälfte drückt Dortmund und scheitert immer wieder an dir oder dem Aluminium. Was aber hängen bleibt ist eine Szene 15 Minuten vor Schluss. Nachdem du Schmelzers Schuss überragend an den Pfosten gelenkt hast: eine Faust in Oli Kahn-Manier. Ich oute mich an dieser Stelle einfach mal als Kahn-Fan. Ich fand es einfach geil! An diesem Samstagnachmittag hast du ganz entscheidend geholfen unseren großartigen Verein am Leben zu halten. Am Ende blieb die Borussia auch dank dir als sicherem Rückhalt in der Liga. 19 Jahre und in dieser Situation so abgebrüht. Chapeau!! Rückblickend waren diese Wochen die Grundlage für den kometenhaften Aufstieg der Folgejahre.

 

(Foto: nordkurvenfotos.de)
(Foto: nordkurvenfotos.de)

Ein Aufstieg, den du selbstverständlich auch weiterhin mit vorangetrieben hast. Als du wenige Wochen nach dem Relegationsdrama den Sieg in München feiern durftest, war das sicher ein geiles Gefühl. Dass du mit der Borussia nach 34 Spieltagen allerdings Platz vier erreichen würdest, hätte sich niemand erträumen lassen. Ich behielt vor allem ein Bild in meinem Kopf: Wie du nach dem Derbysieg mit der Derbymütze in Köln auf dem Rasen standest. Herrlich!

 

Aber nicht nur deine sportlichen Leistungen haben dich zu einem Typen gemacht, sondern auch deine Fehler. Ich persönlich habe selten einen jungen Torhüter gesehen, der nach Patzern so schnell und so stark zurückkommen kann. Wie habe ich mit dir gezittert im Tor der Nationalmannschaft. Du hast mir in deinen drei Partien mit zwölf Gegentoren sogar richtig leid getan. Du hast dich aber vor die Kameras gestellt und mit Überzeugung dein Torwart-Spiel verteidigt. Das hatte Ausstrahlungskraft.

 

Wir alle erinnern uns auch an deine, sagen wir „unglückliche“, Szene in Braunschweig - Punktverlust und Ärger mit Daems inklusive. Auch das macht dich irgendwie menschlich. Natürlich konnte Daems nichts dazu. Natürlich wusstest du das. Diese Emotionen zeigen, wie nah dir so etwas geht. Deine entschuldigende Geste vor der Kurve im Anschluss bewies das einmal mehr. Danach hast du den Fehler offen zugegeben aber eben auch gesagt, dass dies nun mal dein Stil sei. Zwei Wochen später hast du im Übrigen einen ganz wichtigen Sieg festgehalten. In Dortmund. Wie damals. Stark!

 

Für mich als Gladbacher war es immer geil, jemanden vor der Kurve stehen zu haben, der aus der Region kommt und seit seinem vierten Lebensjahr die Raute auf der Brust trägt. Bei aller Fanromantik war mir klar, dass das bei deinem Potential wohl nicht ewig so gehen würde. Ein Jahr länger wäre schön gewesen, allerdings bekommt der Verein so etwas Geld rein und ein solch großer Club wie Barcelona fragt wohl nur einmal an. Außerdem ist ein Wechsel ins Ausland deutlich erträglicher als zum BVB.

 

Du gehst als Europapokalteilnehmer, du gehst als Derbysieger, du gehst als ein ganz großer Torhüter. Aber vor allem gehst du als Gladbacher. Als Borusse! Wir danken dir für viele geile Momente und große Paraden. Wir wünschen dir viel Glück bei deinen neuen Aufgaben und vielleicht sieht man dich ja irgendwann mal wieder auf dem Rasen des Borussiaparks. Bleib wie du bist und vergiss nie, wo du herkommst.

 

Lot jonn, Jung!

 
 

"Beckers Borussia": Max Eberls Fehler mit Juan Arango

27.03.2014 10:38:00

Von Zeit zu Zeit nehme ich die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was geht ab im BORUSSIA-PARK? Meine befangene Meinung findet ihr hier.


KOLUMNE

Von Gregor Becker

Mönchengladbach. Seit Max Eberl den Posten des Sportdirektors bei Borussia Mönchengladbach innehat, herrscht im sonst so aufgeregten Umfeld am Niederrhein Ruhe. Auch den bekannten Boulevardblättern gelingt es meist nicht, mit Gerüchten und Krisengerede für Turbulenzen im Verein zu sorgen. Dafür standen die Angestellten der Borussia in der Vergangenheit zu dicht zusammen. Doch nun schlagen die Wellen rund um den BORUSSIA-PARK hoch, denn es geht um Publikumsliebling und "Fußballgott" Juan Arango, den die Fans fast kollektiv noch mindestens ein weiteres Jahr am Niederrhein sehen wollen. Dass die "Causa Arango" nun auch medial ein großes Thema ist, daran ist Eberl allerdings nicht ganz unschuldig.

Natürlich unterliegt der Kader eines Bundesligisten stetigen Veränderungen. Der Sportdirektor muss mittel- bis langfristig denken und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man seitens der Borussia einen Nachfolger für Juan Arango sucht, der im Mai seinen 34. Geburtstag feiert. Im Profifußball bleibt keine Zeit für Sentimentalitäten, Verdienste aus der Vergangenheit zählen nicht, wenn es für den Klub darum geht, mit einem Spieler zu verlängern. So handeln die Profis stets auch zu ihrem Vorteil und werden wie im Fall des Venezolaners auch fürstlich entlohnt.

Keine gute Idee: Eberls öffentliche Kritik

Dass sich Eberl den bohrenden Fragen nach der Zukunft des Publikumslieblings stellt und sich bei der Entscheidung ob einer Vertragsverlängerung Zeit erbeten hat, ist ebenso verständlich wie seine Replik auf Arango, der öffentlich Respekt einforderte, zumal man sich intern sicher im regen Austausch befindet. Unverständlich bleibt allerdings die Kritik des Sportdirektors, der vor den TV-Kameras ohne Not auf "ein paar Defizite" des Südamerikaners hinwies. Dies hat Borussias Nummer 18, die nun fast fünf Jahre Leistung für den Verein bringt, nicht verdient, impliziert die Aussage gar den vermeintlich feststehenden Abgang und liefert den Medien "Futter".

Manchmal ist Schweigen Gold, Max Eberl

Angesichts des sonst so besonnenen Auftretens Eberls muss man sich wegen dieses Fauxpas wundern und gleichzeitig fragen, ob der Respekt fordernde Juan hellseherische Fähigkeiten besitzt. Zumindest könnte er sich nun intensiver mit einem Engagement in Mexiko befassen, wo man Interesse signalisiert hat und den Protagonisten der Liga MS ordentliche Gehälter überweist.

Arango ist nie ein "Flügelflitzer" gewesen, war defensiv nie ein Überflieger und trotz seiner Wichtigkeit für die Fohlen-Elf nie ein richtiger Führungsspieler. Doch der "Chiller" hat einen linken Zauberfuß, ist in der Offensive eine Waffe und sein Spiel ist so "zeitlos", dass man den Eindruck bekommt, er könne dieses noch viele Jahre so betreiben. Zudem hat er nach seinen Adduktorenproblemen im Februar zurück zu alter Form gefunden. All dessen ist man sich bei den Verantwortlichen gewiss bewusst, weshalb es eigentlich nur eine Entscheidung geben kann: Vertragsverlängerung!

Da Arango seine Lust auf einen Verbleib am Niederrhein ja mehrfach signalisiert hat, sollte eine Ausdehnung seines Arbeitspapiers, möglicherweise auch zu geringeren Bezügen, verhandelbar sein. Natürlich müsste er akzeptieren, dass er auf seiner Position bereits zur kommenden Saison Konkurrenz von seinem Nachfolger bekommt und möglicherweise deshalb auch öfter auf der Bank Platz nehmen könnte.

Rahmenbedingungen für die Vertragsverlängerung gegeben

Zuletzt wurden eine ganze Reihe potenzieller Kandidaten gehandelt: Basels Valentin Stocker, Augsburgs Andre Hahn, Stuttgarts Ibrahim Traore – alle haben das Zeug dazu, bei Borussia Mönchengladbach eine gewichtige Rolle zu spielen. Mit Fabian Johnson von der TSG Hoffenheim wurde bereits ein Spieler verpflichtet, der diese Position ebenfalls ausfüllen könnte, auch wenn er als Außenverteidiger sicher wertvoller wäre.

Kongeniales Duo gesprengt? - Juan Arango und Raffael

Bei der Borussia hat man sich durch akribische Arbeit in eine Position gebracht, dass selbst Stars wie Xherdan Shaqiri als Verstärkungen gehandelt werden, ohne dass sich der Klub lächerlich macht. Auch wenn der Schweizer nicht kommt, zeigt dies doch, dass der "gesunde, aber nicht reiche" Verein aus der Vitusstadt auch finanziell im oberen Tabellendrittel angekommen ist.

So spricht also nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich nichts dagegen, Arango zu halten, den Umbruch auf seiner Position fließend und nicht abrupt einzuleiten. Eberl sollte seine südamerikanische Seele streicheln und den Fans ihren "Fußballgott" lassen, der laut Lucien Favre im Moment ohnehin unverzichtbar sei. Und wieso sollte sich das in drei Monaten schlagartig ändern?

Schwarzweißgrüne Grüße

Euer

Gregor Becker

Arango im Sommer weg, Hahn unterschreibt bis 2018

Vergrößern Juan Arango im Sommer weg - André Hahn unterschreibt bis 2018
Foto: Revierfoto, picture alliance AugenklickRa
29.03.2014 - 00:02 Uhr

Von CHRISTIAN HORNUNG

Was BILD-Leser seit drei Monaten wissen, wird Borussia wohl Anfang nächster Woche verkünden...

Arango im Sommer weg – Hahn unterschreibt bis 2018!

Fan-Liebling Juan Arango (33) wird nächste Saison so gut wie sicher andere Fans verzaubern. Er hat Angebote aus China, Dubai, Mexiko und Katar. Borussia ließ diese Woche zum zweiten Mal einen Gesprächstermin platzen.

Über die unsägliche Hinhaltetaktik von Manager Max Eberl (40) ist Arango inzwischen dermaßen in seinem Stolz verletzt, dass er auch den angebotenen Einjahresvertrag nicht mehr will...

Damit der Fan-Aufschrei nicht zu groß wird, soll zeitgleich ein neuer Kracher präsentiert werden: Augsburgs André Hahn (23) kommt!

Der Turbo-Rechtsaußen lässt Dortmund abblitzen und unterschreibt nach BILD-Informationen für 2,25 Mio Ablöse bis 2018.

Tickets & Tipps

 

Als Branch des „Official Liverpool FC Supporters Club“ haben wir die Möglichkeit, Tickets für die Heimspiele des Liverpool FC an der Anfield Road zu beziehen (primär Premier League).
Leider wurde dieser Status seitens des LFC im Jahr 2012 für alle internationalen Branches neu reglementiert. Nunmehr ist es uns als Branch lediglich möglich, für vier bis sechs Begegnungen pro Saison eine größere Anzahl Tickets zu bestellen.
Der individuelle Erwerb von Anfield-Tickets im Online Sale ist davon nicht betroffen und steht folglich jedem frei.

Grundlegende Zugangsvoraussetzung für ein Anfield-Ticket über uns als Branch bilden die „German Reds“-Mitgliedschaft sowie der Erwerb einer Fan-Mitgliedschaft beim Liverpool FC (“LFC Membership Light” ist ausreichend, Inhaltsvergleich der aktuell möglichen Membership-Arten; Achtung: Die „International“ berechtigt nicht zum Ticketerwerb!) bei deren Abschluss die Branch-Zuordnung „Germany – Leipzig“ erfolgen muss.

Details zu unseren Regeln und Abläufen beim Ticketing sind unserem Ticket-Bestellformular zu entnehmen (bei Bedarf bitte immer neu downloaden und evtl. Aktualisierungen beachten).


Varianten über den L.F.C.
Online Ticket-System
oder
Telefon: 0044-843-170-5555
von außerhalb Großbritanniens: 0044-151-907-9399

Der Verkauf für Mitglieder des Liverpool FC endet übrigens ca. 21 Tage vor dem angesetzten Spieltermin.

Infos zum Ticketing
Anfield-Sitzplan
Erstes Mal Anfield (englische Infos)

Andere Möglichkeiten (Ticketanbieter, Reisebüros)
Premier-League-Tickets
Thomas Cook – Liverpool FC
Vietentours
TopEvents24
Travelclub (Schweiz)

Übernachtungen
Formule1 (preislich unschlagbar, Zimmer ab 25 GBP für drei Personen, aber ohne Frühstück und sonstige anspruchsvollere Dinge)
Hostels in Liverpool
Hotels in Liverpool

Fliegerei (da Bahn- oder Fährreisen den meisten einfach zu lange dauern)
je nach aktuellem Flugplan am günstigsten direkt nach Liverpool oder nach Manchester bzw. London (und ggf. per Bahn, Bus, Taxi weiter) per:
Easyjet
Ryanair

Ansonsten:
www.billigflieger.net
www.swoodoo.com

Hinweis:
Wir sind mit den genannten Anbietern weder privat noch geschäftlich verbunden, es ist lediglich die Angabe der Links zu deren Websites. Macht uns also nicht für irgendwelche eventuell auftretende Lieferschwierigkeiten, Mängel, überzogene Kartenpreise o.ä. verantwortlich.
Wir übernehmen auch keine Garantien für die Gültigkeit der getroffenen Angaben, es wurde alles nach bestem Wissen und Gewissen dargelegt.

Länderspielreisen

 

Das Fanprojekt Mönchengladbach bietet zu diversen Spielen der Deutschen Nationalmannschaft organisierte Reisen an. Für die Teilnehmer an diesen Reisen werden dann auch die benötigten Tickets organisiert. Es handelt sich hierbei immer um kleine Kontingente für die von uns betreuten Reisen. Eine Bestellung von Tickets für die Spiele der Nationalmannschaft ist somit nicht möglich.

 

Infos zu aktuellen Reisen findet ihr in den News auf unserer Startseite.

 

Einzeltickets können generell nicht über das FPMG bestellt werden. Wendet euch in diesem Fall bitte direkt an den DFB.

 

Heimspielkarten für die Nationalmannschaft sind nicht über uns erhältlich. Bitte wendet euch auch direkt an den DFB oder den entsprechenden Heimverein, bei dem das Spiel ausgetragen wird.

 

 

 

 

Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 2:2

 

Offenes Spiel, gerechter Ausgang

Redaktion TORfabrik.de

Montag, 23. Dezember 2013 - 20:41 Uhr

Das Remis gegen den VfL Wolfsburg zum Hinrundenausklang war der gerechte Ausgang einer interessanten Auseinandersetzung mit einem der stärksten Gegner in der bisherigen Spielzeit. Die Leistung der Fohlenelf in der letzten Einzelkritik des Jahres.

Ein intensives Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg (Foto: Norbert Jansen / TORfabrik.de)
Ein intensives Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg (Foto: Norbert Jansen / TORfabrik.de)

Marc-André ter Stegen: Während alle nur noch auf die Verkündung seiner Entscheidung warten, verrichtete der Keeper seine Arbeit gewohnt sicher. Statistiker haben ausgerechnet, dass ter Stegen in seiner Bundesligakarriere noch nie so viele Torschüsse abwehren musste, wie gegen Wolfsburg (11). Dabei reagierte er einige Male hervorragend, besonders gegen den Nachschuss von Arnold, nachdem er einen Olic-Schuss nach vorne abgewehrt hatte. Bei seinen Abschlägen zu Beginn mehrfach mit dem „Neuer-Syndrom“, im weiteren Verlauf aber stabiler und mit einigen guten und punktgenauen Zuspielen u.a. auf Herrmann und Kruse. Beim Wolfsburger Führungstor ohne Abwehrchance, beim Ausgleich rettete er eigentlich und hatte das Pech, dass Dost den Rebound nutzen konnte. Note 2,5.

Julian Korb: Ein kompliziertes Spiel für den Rechtsverteidiger, der sich entweder mit Diego oder dem schnellen und kantigen Caligiuri auseinandersetzen musste, gleichzeitig schob Rodriguez nach und auch Olic zog es immer wieder auf seine Seite. Bei Olics erster Großchance ließ Korb den Kroaten in seinem Rücken ziehen. In der Folgezeit hatte er zwei, drei technische Probleme bei der Ballannahme. Beim Führungstor konnte er er die Hereingabe von Rodriguez nicht verhindern. Vorne tauchte Korb nur ganz selten auf. Wenn, blieb es meist beim vorsichtigen Rückpass, das Zutrauen für eine eigene Aktion fehlte. Note 3,5.

Tony Jantschke: Erneut eine überzeugende Vorstellung als Innenverteidiger. Jantschke wirkt auf der Position zusehends „erwachsener“, alle Aktionen waren sehr sicher und durchdacht. Er lief gut Bälle ab, rückte zum richtigen Zeitpunkt auf die Seiten, u.a. einmal als letzte Instanz, nachdem Korb & Co. an der Außenlinie ausgetrickst wurden. Beim Führungstor der Gäste nicht involviert, da deckte er den Gegenspieler am kurzen Pfosten. Beim Ausgleich wollte er noch auf der Linie klären, kam aber nicht mehr an den Ball. Insgesamt vom Zweikampf-, Stellungs- und Passspiel eine echte Bewerbung für einen Rückrundenstart mit dem Innenverteidiger Tony Jantschke. Note 2,0.

Martin Stranzl: War gewohnt stabil in den Zweikämpfen, die er zumeist für sich entscheiden konnte. In einigen Situationen kam er einen Tick zu spät oder es fehlten ein paar Zentimeter, so beim Nachschuss von Arnold, als auch bei den beiden Toren. Beim scharfen Zuspiel durch den Strafraum vor Diegos Treffer kam er nicht mehr dazwischen, beim Ausgleich musste er den Ball erst passieren lassen und reklamierte dann auf Abseits. Im Spielaufbau ordentlich, einmal mit einem riskanten Ausflug mit Ballverlust, danach legte er sich selbst den Ball zu einem gelungenen Flankenlauf über die linke Seite vor. Note 3,0.

Oscar Wendt: Offensiv schaltete er sich regelmäßig ein und hatte hier einige vielversprechende Aktionen. Sowohl vor der Pause, als auch und vor allem in der zweiten Halbzeit tauchte Wendt einige Male am und im Wolfsburger Strafraum auf. Hinten fehlte dagegen in mehreren Situationen die letzte Konsequenz. So war sein Abwehrversuch gegen Diego beim Führungstreffer nur halbherzig und auch die Hereingabe vor dem Führungstor verteidigte er nicht gut. Wobei hier der Fehlpass vorne noch schlimmer wog, mit dem er den Wolfsburger Angriff überhaupt erst möglich machte. Das war lasch, zumal er schon in der Situation zuvor etwas sorglos agierte. Note 4,0.

Christoph Kramer: Wie gewohnt die Arbeitsbiene und der Mann mit den meisten Kilometern auf dem Platz. Kramer hatte eine Menge zu tun, bestritt viele kleine Zweikämpfe mit zahlreichen Ballgewinnen. Rieb sich aber auch ein wenig auf, da Wolfsburg mit ähnlicher Intensität dagegen hielt. Da wurde sich nichts geschenkt. Kramer war an einigen Angriffen als Weiterleitungsstation beteiligt und hätte den Treffer zum 3:1 markieren müssen, als er sich im Strafraum mit einem Dribbling stark in Position brachte, dann jedoch am gut reagierenden Benaglio scheiterte. Note 3,0.

Granit Xhaka: Trotz Handbruchs konnte er mitwirken. Die Schiene schien ihn nicht sonderlich zu behindern, voller Körpereinsatz war möglich. So u.a. bei einem rassigen Tackling im Mittelfeld. Xhaka musste wie Nebenmann Kramer ordentlich ackern, da Wolfsburg im Mittelfeld ebenbürtig war und direkt Druck auf den ballführenden Spieler ausübte. Das machte die gewohnte Ballzirkulation schwierig, Xhaka kam auf weit weniger Ballkontakte als zuletzt. Diesmal ging es darum, den Ball zügig weiter zu spielen und das möglichst vertikal. Hierbei gelangen dem Schweizer einige ganz tolle Steilpässe und Verlagerungsbälle. Nicht selten erspähte er die Lücke und passte gut hinein, doch die aufmerksamen Wolfsburger bekamen noch einen Fuß dazwischen. In der ersten Halbzeit mit einem Torabschluss, doch er scheiterte an Landsmann Benaglio. Note 2,5.

Patrick Herrmann: Wirbelte mehrfach lustig drauflos und beschäftigte die Wolfsburger. Agierte oft zentral, wenn Raffael auf den rechten Flügel auswich. Gut zu sehen, dass er den Mut für seine flinken Antritte hatte und es weiter versuchte, auch wenn er mal hängen blieb. Maßgenau die Hereingabe auf Kruse vor dessen Riesenchance in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit teilweise wie aufgedreht, zog u.a. das Foul zum Tor von Arango. In der Rückwärtsbewegung dabei, aber nicht immer glücklich. Hier und da setzte er nicht energisch genug nach, zweimal foulte er unnötigerweise, was zu gefährlichen Freistoßflanken führte. Note 2,5 .

Juan Arango: Ein typisches Arango-Spiel. Er tauchte zeitweise ab, vor allem in der Rückwärtsbewegung. Wenn er am Ball war, steckte immer eine Idee hinter seinen Aktionen. Durch das intensive Spiel der Wolfsburger blieb wenig Zeit und Arango versuchte es mit überraschenden Pässen und Weiterleitungen. Dem Risiko entsprechend blieb einiges im Abwehrverbund der Gäste hängen. Doch er suchte mit seinen Pässen die Tiefe und fand sie auch. Und dann war da dieser geniale Moment, als er dieses Freistoß-Traumtor erzielte. Sagenhaft. Schade, dass er in der Schlussminute nicht ähnlich genau zielte. Note 3,0.

Raffael: Sehr aktiv und viel unterwegs. Wich auffällig oft auf die rechte Seite aus. War an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt. So schickte er Herrmann vor der Kruse-Chance, verzog eine Schuss-Flanke von rechts etwas und luchste dann Rodriguez den Ball ab, verpasste jedoch den Moment für den Abschluss oder das Abspiel. Das Tor war überragend, die Aktion explosionsartig oder „wie von der Schlaftablette zur Ecstasy-Pille“. Direkt im Anschluss nach Doppelpass mit Kruse mit der Mega-Chance, als er es zu schön machen wollte und den Ball über das Tor spitzelte. Note 2,5.

Max Kruse: Ständig und überall unterwegs, doch zunächst gab es kein Durchkommen für den Nationalstürmer. Wolfsburg verteidigte äußerst aufmerksam, Kruse steckte oft fest oder seine Schussversuche wurden geblockt. Vergab die Riesenchance, als er in die Herrmann-Hereingabe lief, den Ball aber nicht mehr kontrolliert traf und über das Tor drückte. In der zweiten Halbzeit effektiver, vor allem als Verbindungsspieler. So leitete er auf Raffael weiter vor dessen Tor, zudem war der Doppelpass kurz darauf stark. Kruse liest das Spiel auch im hohen Tempo und kann es schnell verlagern. Gepaart mit seiner Laufbereitschaft macht ihn das sehr wertvoll, auch wenn er selbst nicht trifft. Note 3,0.

Branimir Hrogota kam drei Minuten vor dem Ende, ohne sich noch in Szene setzen zu können. Luuk de Jong wurde gar erst in der dritten Minute der Nachspielzeit eingewechselt, unmittelbar darauf war Schluss. Das hatte schon etwas von Demütigung.

 

Torloses Remis in Mainz

Marc Basten

Samstag, 14. Dezember 2013 - 17:23 Uhr

Mit einem torlosen Remis trennten sich am Samstag Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach. Die überlegenenen Borussen schafften gegen die defensiv eingestellten Mainzer keinen Treffer, hielten den eigenen Kasten aber erneut sauber.

Kein Durchkommen für Raffael & Co. (Foto: Christian Verheyen / TORfabrik.de)
Kein Durchkommen für Raffael & Co. (Foto: Christian Verheyen / TORfabrik.de)

Borussias Trainer Lucien Favre bot in Mainz wie erwartet die Elf auf, die in den letzten Wochen für die Siegesserie sorgte.

Und auch das Spiel entwickelte sich wie erwartet. Mainz agierte äußerst aufmerksam gegen den Ball und überließ den Gästen das Spielgerät. Die kamen letztlich auf 66% Ballbesitz und eine Passquote von 89%. Sehr aussagekräftige Werte um die Rollenverteilung in diesem Auswärtsspiel zu unterstreichen.

Ein weiterer Wert macht jedoch deutlich, warum die Borussen sich über das gesamte Spiel sehr schwer taten, ihre spielerischen Vorteile in Tore umzumünzen: Während die Fohlenelf 118 Kilometer lief, rannten die Mainzer über 125 Kilometer.

Dieses aufopferungsvolle Laufspiel der Rheinhessen war letztlich der Schlüssel für Mainz, den Fohlen das torlose Remis abzutrotzen.

Insgesamt war es ein sehr zähes Spiel ohne große Torchancen. Mainz hatte im ersten Durchgang eine Möglichkeit durch Okazaki (8.), auf Gladbacher Seite versuchte es Arango (13.), zudem wurde ein Schuss von Xhaka im Anschluss an eine Ecke im Strafraum geblockt.

Nach der Pause hatte Borussia die beste Phase, als man Mainz immer weiter zurückdrängte und einige Gelegenheiten für das Tor des Tages erspielte. Wendt verpasste einen von Herrmann zurückgelegten Ball frei stehend knapp (57.), Korb zielte mit einem Flachschuss am langen Pfosten vorbei (58.), Kruse verpasste mit einem Kopfballwischer nach Freistoßflanke Arango (66.) und Xhaka nagelte nach einer Kruse-Ecke das Spielgerät in den Mainzer Abendhimmel (70.).

Auf der anderen Seite hatte Mainz vereinzelt Kontergelegenheiten, die beste verpasste Choupo-Moting, der einschussbereit von Korb geschickt gestört wurde (70.).

Als Max Kruse eine Viertelstunde vor Schluss nach Zuspiel von Herrmann aus elf Metern über den Querbalken zielte, nahm das torlose Remis endgültig Form an.

Borussia ging nicht komplett ins Risiko, Mainz behielt ohnehin den Sicherheitsgedanken bei, so dass die Partie letztlich mit 0:0 endete.

Damit reißt die Siegesserie der Fohlenelf, die dennoch mit dem Auswärtspunkt leben kann.

Kurzstatistik zum Spiel:

Mainz 05: Karius - Pospech, Bell, Noveski, Park - Geis, Soto (46. Saller) - N. Müller, Malli (83. Diaz), Choupo-Moting (75. Parker) - Okazaki

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Korb, Jantschke, Stranzl, Wendt – Xhaka, Kramer – Herrmann (89. Nordtveit), Arango (87. Hrgota) – Raffael (87. De Jong), Kruse

weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Daems, Rupp

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: - Xhaka, Herrmann

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)

 

  

15. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Schalke 04 2:1 (2:1)

2:1! Borussia schlägt auch Schalke

Marc Basten

Samstag, 07. Dezember 2013 - 17:25 Uhr

Borussia Mönchengladbach behält die weiße Weste im heimischen Stadion. Am Samstag wurde der FC Schalke 04 mit 2:1 besiegt. Die Schalker Führung durch einen Elfmeter von Boateng egalisierte Raffael, ehe Max Kruse mit dem Pausenpfiff ebenfalls per Eflmeter den Siegtreffer markierte.

Max Kruse verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Schalke 04. Zwar sitzt Kruse auf dem Hosenboden, doch er traf zuvor. (Foto: Norbert Jansen / TORfabrik.de)
Max Kruse verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Schalke 04. Zwar sitzt Kruse auf dem Hosenboden, doch er traf zuvor. (Foto: Norbert Jansen / TORfabrik.de)

Auch im fünften Spiel in Folge änderte Borussias Trainer Lucien Favre seine Startformation nicht und schickte die bewährten Kräfte gegen Schalke 04 ins Rennen.

Von Beginn an entwickelte sich eine relativ ausgeglichene Partie, mit Offensivaktionen auf beiden Seiten. Doch zunächst schafften es weder die Borussen noch die Gäste, im Strafraum gefährlich zum Abschluss zu kommen.

Bis zur siebzehnten Minute. Da konterte Schalke über Farfan, dessen Hereingabe Boateng am langen Pfosten verwerten wollte, doch Korb hinderte den Ghanaischen Nationalspieler am Abschluss. Schiedsrichter Zwayer entschied auf Foulelfmeter, verwarnte gleichzeitig Korb mit der Gelben Karte. Farfan verwandelte den Elfmeter zur Führung für die Gäste, obwohl ter Stegen noch die Fingerspitzen an den strammen Schuss bekam.

Borussia zeigte sich nicht geschockt und blieb ruhig. Schalke bot hier und da etwas an, was die Fohlenelf bereits in der 25. Minute nutzen konnte. Jantschke gewann ein wichtiges Duell gegen Boateng im Mittelfeld und leitete weiter auf Raffael. Der zog von der rechten Seite vors Tor und zirkelte aus knapp zwanzig Metern einen Linksschuss in den Winkel.

Unmittelbar nach diesem Traumtor war sogar der Führungstreffer drin. Nach einer Kruse-Ecke köpfte Stranzl aufs Eck, Fährmann rettete mit einer starken Parade.

In der Folgezeit war die Borussia das bessere Team, ohne jedoch wirklich gefährlich vor dem Schalker Kasten aufzutauchen. So hatte sich eigentlich alles auf ein Remis zur Pause eingestellt, doch es kam anders. Arango passte den Ball auf rechts in den Lauf von Kruse, der im Strafraum Santana umkurvte. Den Schuss des Nationalspielers lenkte Höwedes mit dem Arm über das Tor. Schiedsrichter Zwayer entschied auf Handelfmeter und schickte gleichzeitig den bereits verwarnten Höwedes mit Gelb-Rot vom Platz.

Max Kruse verwandelte den Elfmeter sicher mit einem Flachschuss ins Eck zum 2:1 für die Fohlenelf.

Nach der Pause kamen die Borussen mit Schwung aus der Kabine. Es hatte den Anschein, als ob man in Überzahl schnell das dritte Tor markieren und damit für die frühzeitige Entscheidung sorgen wollte. Doch Herrmann zielte nach Doppelpass mit Raffael zunächst über den Querbalken (54.), zwei Minuten später scheiterte er mit einem schönen Schuss von links am stark reagierenden Fährmann.

Danach taten sich die Fohlen zusehends schwerer. Man wollte nicht zu viel Risiko gehen, gleichzeitig blieb Schalke auch in Unterzahl immer latent gefährlich. So musste ter Stegen nach einem Meyer-Schuss in höchster Not klären (62.).

Je länger das Spiel dauerte, desto kribbeliger wurde es. Während die Borussen es versäumten, ihre wenigen Chancen zu nutzen – so wie Herrmann, der an Fährmann scheiterte (80.) – riskierte Schalke immer mehr.

Und die Gelsenkirchener hatten die Gelegenheiten zum Ausgleich: Boateng köpfte über den Querbalken (82.) und in der Nachspielzeit verpasste der aufgerückte Fährmann nach einer Ecke mit einem Kopfballwischer knapp. Und in der letzten Minute der Extra-Time rettete ter Stegen der Fohlenelf den Sieg, als er einen Boateng-Kopfball mit einer super Reaktion aus dem Eck fischte.

So blieb es beim knappen, aber letztlich auch verdienten 2:1 von Borussia Mönchengladbach über Schalke 04. Der VfL setzt sich mit weißer Heimweste und nunmehr sechs Ligasiegen in Serie auf dem vierten Tabellenplatz fest.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Korb, Jantschke, Stranzl, Wendt – Xhaka, Kramer – Herrmann (90. Nordtveit), Arango – Raffael (88. Brouwers), Kruse (82. de Jong)

weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Daems, Rupp, Hrgota

Schalke 04: Fährmann - Uchida, Höwedes, Santana, Kolasinac (81. Fuchs) - Matip, Neustädter (84. Szalai) - Farfan, Draxler (89. Clemens), Meyer - K.-P. Boateng

Tore: 0:1 Farfan (17./FE), 1:1 Raffael (25.), 2:1 Kruse (45.+1/HE)

Gelbe Karten: Korb – Uchida, Meyer, Neustädter

Gelb-Rote Karte: Höwedes (45.)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 54.010 (ausverkauft)

 

 
                  Letzter Spieltag Bökelberg
 
                                     
Mythos Bökelberg. Foto aus dem Bildband "Letzter Spieltag Bökelberg". (Foto: Christoph Buckstegen)

 

Autor Christoph Buckstegen mit seinem Lieblingsbild. Foto: Jörg Terbrüggen

 

Es war und ist vielleicht eines der bedeutensten Stadien der Bundesliga-Geschichte. Verbindet man mit dem Bökelberg doch die glorreichen Erfolge von Borussia Mönchengladbach in den 1970er Jahren. Und es hat schon etwas Nostalgisches, wenn jetzt der Bildband „Letzter Spieltag Bökelberg“ erscheint.

Es war schon etwas Besonderes, obwohl die Tagweite des Abschieds einem damals gar nicht so bewusst wurde. So empfand es jedenfalls Christoph Buckstegen, als er sich aus Berlin auf den Weg in das kleine Stadion am Niederrhein machte. Ihn interessierte dabei allerdings weniger das letzte Spiel gegen den TSV 1860 München. Er wollte vielmehr Eindrücke von dem Stadion machen, dass alle Fußball-Fans mit Namen kannten: das Bökelberg-Stadion.
Der Bökelberg, der Ort, an dem der Mythos von der „Fohlen-Elf“ seinen Ursprung hatte und das über die wohl steilsten Stehplatzränge im deutschen Fußball verfügte. Damals ergriff Buckstegen die Chance, noch einmal an dieser „Kultstätte“ fotografieren zu können. „Es war schön, denn ich konnte mich damals noch völlig frei bewegen. Das ist in den heutigen Stadien gar nicht mehr möglich.“ Der bekennende Gladbach-Fan hatte sich mit reichlich Filmen eingedeckt, die er auch allesamt „verschoss“. Wer nun aber jubelnde Spieler, packende Torszenen, Paraden der Torhüter oder ähnliches in dem Band sucht, der schaut vergebens in das Buch.

Letztes Foto von Manolo

Christoph Buckstegen hat einfühlsame Momente eingefangen. Er zeigt eben Bilder, die vielen Fans die Erinnerung an so manchen Spieltag auf dem Bökelberg wieder ins Gedächtnis rufen. Ein letztes Foto von Manolo, der die Mannschaft immer mit seiner Trommel angefeuert hatte. Etwas geknickt hat er ihn, damals schon sehr krank, auf dem Sitzplatz fotografiert. Männer stehen auf Bierkisten, um das Spiel zu verfolgen, Fans auf dem Weg ins Stadion, der Treffpunkt für Pressevertreter vor dem Spiel, eine Fernsehkamera auf der Südtribüne. Der Imbiss auf dem Schürenweg, an dem sich so mancher vor dem Spiel eine Wurst geholt hat ist ebenso dabei wie der Tunneleingang an der Osttribüne. Oder das einen Quadratmeter große, verlassen wirkende Kassenhäuschen für Block 25. Und: das letzte Tor auf dem Bökelberg.

Interview mit Günter Netzer

Christoph Buckstegen hat sich fast sein ganzes Leben mit Fußball beschäftigt. Selbst im Studium. Hier wählte er, welch Überraschung, für seine Diplomarbeit das Thema Fußball. Immer schon interessierte ihn mehr das Drumherum, als die packenden Szenen auf dem Platz. Beim Fußballmagazin „11 Freunde“ gehört Buckstegen übrigens zu den Fotografen der ersten Stunde. Für den Fotoband konnten zwei Niederrheiner für die unterhaltsam-sportlichen Texte gewonnen werden: der Mönchengladbacher Stefan Hermanns, jetzt Sportredakteur in Berlin, hat unter anderem ein Interview mit Bökelberg-Star Günter Netzer beigesteuert. Christof Siemes aus Rheydt-Venn steuerte seine persönliche Bökelberg-Erinnerung von 2004 bei.
Der Band umfasst insgesamt 144 Seiten mit 65 Fotografien in Farbe und Schwarzweiß. Es kostet 19.80 und ist unter ISBN 978-3-95680-007-8 im Buchhandel zu bestellen.

 

Mythos Bökelberg. Foto aus dem Bildband 'Letzter Spieltag Bökelberg'.
Autor Christoph Buckstegen mit seinem Lieblingsbild. Foto: Jörg Terbrüggen
Volles Haus am letzten Spieltag im Bökelberg-Stadion in Mönchengladbach.
Er wird den Borussen-Fans unvergessen bleiben: Trommler Manolo.

 

 

Ein souveräner Auswärtssieg

Redaktion TORfabrik.de

Montag, 25. November 2013 - 07:45 Uhr

 

Der Sieg von Borussia Mönchengladbach in Stuttgart war hoch verdient und hätte bei konsequenter Chancenverwertung deutlicher als 2:0 ausfallen können. Der zweite Auswärtssieg der Saison war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung ohne echte Durchhänger.

Gladbacher Jubel nach dem Auswärtssieg in Stuttgart (Foto: Christian Verheyen / TORfabrik.de)
Gladbacher Jubel nach dem Auswärtssieg in Stuttgart (Foto: Christian Verheyen / TORfabrik.d

 

Marc-André ter Stegen: Kein leichter Abend für Borussias Keeper, da er kaum beschäftigt wurde. Umso wichtiger, dass er zur Stelle war und zweimal ganz cool das Duell gegen Timo Werner für sich entscheiden konnte. Ansonsten wie gehabt als Anspielstation eingebunden, was der 21-Jährige sehr souverän und meist präzise löste. Note 2,0.

Julian Korb: Rückte gleich zu Beginn gut mit ein und störte Ibisevic bei der ersten Chance. Danach einige Male in Zweikämpfen auf seiner Seite gefordert, die er nicht immer zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Am Ball ruhig und ohne Hektik, allerdings auch nicht immer fehlerfrei. Ein Fehlpass quer zur Mitte brachte seinen Trainer in Rage. Dazu erlaubte sich Korb zwei unnötige Fouls an der Seite, die gefährliche Freistoßflanken durch Maxim zur Folge hatten. Der 21-Jährige schaltete sich einige Male gut mit nach vorne ein, hätte natürlich in der zweiten Halbzeit bei einem Konter besser abschließen müssen. Sah gegen Ende seine insgesamt zweite Gelbe Karte. Korbs Startelfbilanz bleibt sauber: Vier Einsätze, vier Siege. Note 3,0.

Tony Jantschke: Erneut eine grundsolide Partie als Innenverteidiger. Behielt die Ruhe und Übersicht, rückte einige Male gut raus um Anspiele abzufangen und half zudem auf rechts mit aus. Bei eigenem Ballbesitz mit sicherem Aufbau ohne Risiko. Bei zwei, drei Duellen im Strafraum musste er den Angreifer passieren lassen, ohne dass es zu einem gefährlichen Abschluss kam. Die Unaufgeregtheit des 23-Jährigen ist ungemein wichtig. Note 3,0.

Martin Stranzl: Es machte den Eindruck, als ob er diesmal besser mit der Rolle des linken Innenverteidigers zurecht kommen würde. Der Routinier stand gut, im Luftkampf ist er ohnehin eine Bank. Auch wenn es in einigen Duellen gegen die kantigen Stuttgarter richtig schmerzhaft wurde und er zweimal wegen Blessuren im Gesicht außerhalb des Platzes behandelt werden musste. Im Spielaufbau mit kleineren Mängeln, die aber nicht ins Gewicht fielen. Note 3,0.

Oscar Wendt: Fand defensiv zunächst nicht den richtigen Zugriff auf Ball und Gegner. Er wirkte mehrfach einen Tick zu behäbig, so dass die Schwaben profitieren konnten (u.a. Maxim bei der Hereingabe in der Startsequenz). Positiv, dass sich Wendt in die Partie biss und im weiteren Verlauf deutlich stabiler agierte. Nach der Pause bekam er dann mit Traore einen wieselflinken Gegenspieler, den er im Verbund mit den Kollegen jedoch weitestgehend neutralisieren konnte. Über das gesamte Spiel hinweg suchte der Schwede immer mal wieder den Anschluss nach vorne. Stark sein Tor zum 2:0, als er einfach trocken drauf hielt. Note 3,0.

Christoph Kramer: War (natürlich) auch in Stuttgart der Mann mit der größten Laufdistanz (12,98 Kilometer). Dazu hatte er die meisten Ballkontakte, spielte die meisten Pässe und gewann die meisten Zweikämpfe aller Akteure auf dem Platz. Diese Werte sind top, genauso wie die Leistung des 22-Jährigen ingesamt. Denn er gewann die richtigen und wichtigen Zweikämpfe, eroberte viele Bälle und fand fast immer die geeignete Lösung. Meist war es die blitzschnelle Weiterleitung wie in der Entstehung des 1:0, manchmal trieb er den Ball am Fuß nach vorne. Kramer wird immer wichtiger für Borussias Spiel, weil er lernt, seine unglaubliche Energie noch intelligenter einzubringen. Note 2,0.

Granit Xhaka: Startete mit einem Distanzschuss nach wenigen Sekunden, etwas später hatte er das Visier besser eingestellt, doch Ulreich parierte den guten Flachschuss des Schweizers. Xhaka harmonierte gut mit Kramer, wechselte sich mit ihm ab, sich zwischen die Innenverteidiger zurückfallen zu lassen um den Spielaufbau zu übernehmen. Im ersten Durchgang blieben ein paar Anspiele im Stuttgarter Dickicht hängen, später wurde es dann besser. War mit seiner Weiterleitung auf Raffael am ersten Tor beteiligt und auch vor dem zweiten Treffer spielte er den (fast zu langen) Ball für Vorlagengeber Herrmann. Xhaka lieferte sich einige Duelle, aus denen er nicht als Sieger hervorging. Einige Male rauschte er grenzwertig in den Gegenspieler, was ihm letztlich auch eine Gelbe Karte einbrachte. Note 3,0.

Patrick Herrmann: Bestätigte in Stuttgart die aufsteigende Tendenz der letzten Wochen und zeigte seine beste Saisonleistung. Nach hinten sehr aufmerksam mitarbeitend, im Spiel nach vorne wuselig, aber diesmal auch zielstrebig und vor allem mit der nötigen Standhaftigkeit in den Laufduellen. Ließ sich nicht einfach abkochen, sondern setzte nach. Überragend, wie er vor dem 1:0 einen schon fast „toten“ Ball belebte, die Situation blitzschnell erfasste und Raffael mustergültig bediente. Einige Minuten zuvor war er selbst noch am stark reagierenden Ulreich gescheitert. Nach der Pause bei den zahlreichen Kontern immer mit dabei und in seinem Element. Es kam nicht von ungefähr, dass er mit einer Energieleistung den eigentlich zu langen Ball von Xhaka erlief und den Assist zum Wendt-Tor gab. Kurz vor seiner Auswechslung in der Schlussphase verpasste er das Sahnehäubchen in Form eines eigenen Treffers. Note 2,0.

Juan Arango: War auch diesmal die oft gesuchte Anspielstation im Aufbauspiel. Bei seinen Aktionen wechselten sich Licht und Schatten ab. Manchen guten Zuspielen folgten unnötige Ballverluste, wie der vor der Chance von Werner. Arango gab die meisten Torschüsse ab, bis auf einen Flatterball, den Ulreich nur mit Mühe abwehren konnte, blieben sie ohne Wirkung. Vor allem nach der Pause arbeitete Arango aufmerksam mit nach hinten und half Wendt, den quirligen Traore unter Kontrolle zu halten. Bei den Konterangriffen oftmals als kluger „Weiterleiter“ involviert, die eigenen Abschlüsse kurz nach dem Wechsel per Lupfer und kurz vor Schluss vergab er dagegen fahrlässig. Note 3,5.

Raffael: Spielte in der Anfangsphase einen feinen Pass auf Herrmann, darüber hinaus lief das Spiel einige Zeit komplett an ihm vorbei. So verschluderte er im Anschluss an die zweite Chance von Werner in der gefährlichen Zone leichtfertig den Ball und hatte Glück, dass Stuttgart die den Fehler nicht bestrafte. Tauchte dann wie Phönix aus der Asche beim Führungstreffer auf, als er den perfekten Laufweg wählte und das Anspiel von Herrmann stark verarbeitete. Das war Extraklasse. Danach blühte er förmlich auf, hatte noch eine gute Gelegenheit, als er einen abgewehrten Ball über das Tor setzte. Nach der Pause mit einem Kopfball aus dem Stand aufs Tornetz und bei den Konterangriffen als Ballschlepper und Passgeber mittendrin. Seine Ballfertigkeit ist eine Klasse für sich. Wichtig aber auch die weiten Wege, die der nominelle Stürmer nach hinten macht. Für die Stabilität ist ein derart mannschaftsdienlicher Offensivspieler Gold wert. Note 2,5.

Max Kruse: Der Nationalspieler blieb ohne eigenes Tor und verzeichnete auch keine Torbeteiligung. Also ein schlechtes Spiel von Kruse? Keineswegs. Zum einen erarbeitete er sich einige gute Chancen, u.a. hatte er mit seinem fulminanten Schuss kurz vor Pause schlichtweg das Pech, dass Ulreich überragend parierte. Richtig misslungen war nur das zu kurz geratene Abspiel auf Herrmann bei einem Konter nach der Pause, als er am Elfmeterpunkt besser selbst den Abschluss gesucht hätte. Kruse machte weite Wege, rieb sich ständig auf und störte den Stuttgarter Spielaufbau ohne Unterlass. Spielerisch gut, kämpferisch vorbildlich und immer Gefahr ausstrahlend. Auch ohne eigenes Tor eine gute Stürmerleistung. Note 2,5.

Lukas Rupp, Branimir Hrgota und Luuk de Jong kamen in den Schlussminuten in ein bereits entschiedenes Spiel, ohne dass sie Zeit und Gelegenheit hatten, auf sich aufmerksam zu machen. Sämtlich ohne Note.

 
  

 

Heimserie hält mit Glück

Samstag, 09. November 2013 - 20:20 Uhr

Mit 3:1 (0:1) siegte Borussia Mönchengladbach am Samstag glücklich über den 1.FC Nürnberg. Den Pausenrückstand drehten Arango, Stark mit einem Eigentor und Herrmann zum erneuten Heimerfolg für die Fohlenelf.

Juan Arango sorgte für die Wende im Spiel von Borussia Mönchengladbach (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)
Juan Arango sorgte für die Wende im Spiel von Borussia Mönchengladbach (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

Borussias Trainer Lucien Favre bot gegen Nürnberg die Elf auf, die am vergangenen Samstag in Hamburg den ersten Auswärtssieg der Saison einfuhr. Tony Jantschke verteidigte wieder innen, Julian Korb rechts.

Die Borussen starteten gut in die Partie, legten mit ordentlichem Tempo los und sorgten in der Nürnberger Hälfte für Unruhe. Nach einem Arango-Zuspiel wurde Herrmann im Strafraum in letzter Instanz geblockt (3.).

Nürnberg versteckte sich jedoch keinesfalls und spätestens nach der ersten Torannäherung durch Drmic waren die Franken in der Partie (8.). Während sich die Borussen immer schwerer taten, ein zügiges Kombinationsspiel aufzuziehen, wurde Nürnberg sicherer. Nach einem Schuss von Kiyotake von der Strafraumgrenze musste sich ter Stegen mächtig strecken (11.), kurz darauf wäre Feulner um ein Haar frei stehend zum Abschluss gekommen (15.).

Borussia bekam immer weniger Zugriff auf das Spiel und so war die Führung der Gäste nicht wirklich überraschend. Nach einem Ballverlust von Xhaka kombinierte Nürnberg über Feulner und Kiyotake, der in der Mitte Drmic mit einem tollen Pass in Szene setzte. Der Schweizer traf präzise ins Eck (21.).

Die Fohlenelf hatte am Rückstand deutlich zu knabbern. Es gab wenig flüssige Kombinationen, wobei Nürnberg mit einem hohen läuferischen Aufwand auch kaum Räume anbot.

Stranzl köpfte nach einer Kruse-Ecke relativ unbedrängt am Tor vorbei (35.) und läutete damit eine kleine Schlussoffensive der Borussen im ersten Durchgang ein. Nach einem Anspiel von Raffael schoss Arango im Strafraum direkt, Schäfer rettete mit einer starken Parade (42.). Und zwei Minuten später zielte Kruse aus achtzehn Metern mit einem Flachschuss knapp vorbei.

Doch in der Nachspielzeit hatte der Club noch zwei gute Gelegenheiten, so dass die Pausenführung der Gäste durchaus verdient war.

Nach dem Seitenwechsel waren die Borussen etwas zwingender, Nürnberg steckte allerdings nicht zurück. So musste Xhaka mit einer Hochrisikogrätsche gegen den einschussbereiten Drmic retten (53.).

Doch dann schafften die Gladbacher es, das Tempo anzuziehen. Nach einem Doppelpass spielte Xhaka den Ball von links scharf vors Tor, Raffael scheiterte aus kurzer Distanz an Schäfer (63.). Nach dem anschließenden Eckball schoss Xhaka den Ball an die Hand von Chandler, doch Schiedsrichter Dingert verweigerte den Borussen den Handelfmeter.

Doch auch so kam die Fohlenelf zum Ausgleich. Raffael legte den Ball zurück auf Arango, der Schäfer aus achtzehn Metern mit einem schönen Heber keine Chance ließ (72.). Und nur drei Minuten später hatte die Borussia das Spiel komplett gedreht. Arango zirkelte eine Freistoßhereingabe vors Tor, Nürnbergs Stark lenkte den Ball vor dem einschussbereiten Kramer ins eigene Tor (75.).

Gelaufen war die Partie allerdings noch nicht, denn Nürnberg hatte noch eine Riesenchance, als Drmic den Ball an die Unterkante der Latte setzte (79.). Von dort aus sprang er wohl knapp hinter die Linie, diesmal fiel die Entscheidung des Schiedsrichters zugunsten der Borussia aus.

Die musste bis in die Schlussminuten zittern, ehe Patrik Herrmann nach einem Konter den Sack zumachte. Nach schöner Vorarbeit von Xhaka, Korb und Kramer überwand Herrmann den Nürnberger Keeper, der zwar noch am Ball war, ihn aber nicht mehr entscheidend ablenken konnte.

So siegte Borussia am Ende mit 3:1 und setzt sich auf dem vierten Tabellenplatz fest. Es war jedoch alles andere als ein überzeugender Sieg, doch solche Spiele muss man erst mal gewinnen …

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Korb, Jantschke, Stranzl, Wendt – Xhaka, Kramer – Herrmann (88. Hrgota), Arango (90. Daems) – Raffael (83. De Jong), Kruse

weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Rupp, Marx, Younes

1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson (62. Stark), Pogatetz, Plattenhardt - Feulner – Frantz (83. Pekhart), Hasebe, Kiyotake, Hlousek (77. Ginczek) - Drmic

Tore: 0:1 Drmic (21.), 1:1 Arango (72.), 2:1 Stark (75./ET), 3:1 Herrmann (87.)

Gelbe Karten: Xhaka, Arango – Feulner, Pogatetz

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 53.235

Borussia setzt ihre Heimserie fort

Borussia setzt ihre Heimserie fort
Juan Arango traf zum zwischenzeitlichen 1:0 für Borussia.

Borussia hat im fünften Bundesliga-Heimspiel dieser Saison den fünften Sieg eingefahren. Beim 4:1 (2:1)-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt trafen Juan Arango, Oscar Wendt, Patrick Herrmann und Raffael.

Die Fohlenelf begann aufgrund der vielen Ausfälle im Defensivbereich mit einer ungewohnten Viererkette: Julian Korb gab auf der rechten Seite sein Startelf-Debüt in der Bundesliga, im Zentrum verteidigten Roel Brouwers und Tony Jantschke, links begann Oscar Wendt. Trotz dieser Umstellungen begann der VfL vor 53.418 Zuschauern im fast ausverkauften BORUSSIA-PARK schwungvoll und belohnte sich in der elften Minute für seine Angriffsbemühungen. Nach einem Foul an Max Kruse schlenzte Juan Arango den fälligen Freistoß aus rund 20 Metern über die Mauer hinweg ins rechte Eck. Die Freude über den Führungstreffer währte aber nicht lange. Stefan Aigner nahm einen verunglückten Abschlag von Marc-André ter Stegen auf und bediente Alex Meier. Der leitete weiter auf Vaclav Kadlec. Frankfurts Torjäger umkurvte ter Stegen und wurde dabei vom Torwart gelegt. Aigner stand aber goldrichtig und schob den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 in die Maschen.

Borussia zeigte sich davon unbeeindruckt und legte weiter den Vorwärtsgang ein. Fast im Gegenzug verzog Raffael knapp von der Strafraumgrenze. Wenige Sekunden später war der Brasilianer dann der Wegbereiter zum 2:1. Er setzte Oscar Wendt auf der linken Seite mit einem feinen Steilpass in Szene. Der Linksverteidiger drang in den Frankfurter Strafraum ein und knallte die Kugel zum 2:1 ins kurze Eck. Borussia hatte die Partie nun wieder unter Kontrolle und drängte auf den dritten Treffer. Raffael und Patrick Herrmann wären nach zwei wunderbaren Pässen in die Schnittstelle auch jeweils frei durch gewesen, doch beide Angriffe wurden wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal vor dem Mönchengladbacher Kasten gefährlich, als ter Stegen einen Kadlec-Kopfball mit einem Blitz-Reflex aus dem linken Eck fischte.

Aufs Kontern verlegt

Direkt nach dem Seitenwechsel schaltete sich Korb vorne mit ein und zog aus 20 Metern ab, das Spielgerät rauschte jedoch über den Kasten. Auf der Gegenseite fing ter Stegen einen Meier-Kopfball mühelos. Die Borussen zogen sich nun etwas weiter in die eigene Hälfte zurück und verlegten sich erfolgreich aufs Kontern. In der 59. Minute strich ein Distanzschuss von Granit Xhaka hauchdünn am linken Pfosten vorbei. Wenige Momente später klingelte es dann aber doch im Eintracht-Kasten. Max Kruse leitete den Ball artistisch in die Gasse, Herrmann nahm mit dem Spielgerät am Fuß Fahrt auf und versenkte dieses trocken im linken Eck.

Der Torhunger der Favre-Elf war damit aber noch nicht gestillt. Nach schönem Doppelpass mit Korb stieß Herrmann bis zur Grundlinie vor, bediente den in der Mitte postierten Raffael. Borussias Nummer elf behauptete sich gegen drei Gegenspieler und zirkelte die Kugel aus kurzer Distanz unhaltbar ins lange Eck (66.). Mit dem vierten Treffer war die Partie vorzeitig entschieden. Borussia ließ nun Ball und Gegner laufen, ohne dabei konsequent auf den fünften Treffer zu spielen. Ein mögliches zweites Gegentor verhinderte Wendt mit einem energischen Eingreifen gegen Aigner. In der 77. Minute musste Borussia den einzigen Wermutstropfen an diesem Abend hinnehmen, denn Brouwers musste verletzt ausgewechselt werden. Für den Niederländer half in der Schlussphase Thorben Marx in der Innenverteidigung aus. Die Fohlenelf ließ nichts mehr anbrennen und hätte durch Herrmann und Xhaka sogar noch erhöhen können. Doch es blieb am Ende beim verdienten 4:1-Erfolg.

Effektiv und attraktiv

Effektiv und attraktiv
Sie waren für drei der vier Treffer verantwortlich: Raffael und Max Kruse.

Neun Punkte, 11:2 Tore – Borussias-Heimspiel-Bilanz in der aktuellen Bundesliga-Saison ist makellos. Der gestrige 4:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig stand allerdings für eine kurze Zeit auf der Kippe.

„Ich sehe das Spiel dreigeteilt“, sagte Sportdirektor Max Eberl, der sich mit dem Auftritt des Teams in der ersten Hälfte absolut einverstanden zeigte. „Vor der Pause haben wir ein sehr gutes Heimspiel abgeliefert. Wir hatten bereits in den ersten zehn Minuten zwei hochkarätige Chancen durch Raffael. Braunschweig ist dann dank einer hohen Laufbereitschaft zwar besser ins Spiel gekommen, trotzdem haben wir zwei Chancen genutzt und sind verdient mit einem 2:0 in die Pause gegangen“, befand Eberl. Für die Führung war in Oscar Wendt ein Spieler verantwortlich, der erst durch die Verletzung von Kapitän Filip Daems (muskuläre Probleme in der Hüfte) in der Startelf gerückt war. „Wir sind froh, dass wir so einen ausgeglichenen Kader haben und solche Ausfälle kompensieren können. Oscar hat seine Chance aus meiner Sicht genutzt. Er hat nicht nur ein wunderbares Tor erzielt, sondern auch ein sehr ordentliches Spiel gemacht“, lobte Eberl. Das 2:0 war eine Co-Produktion zweier Neuzugänge: Flanke Max Kruse, Kopfball Raffael. „Die beiden haben sich nahtlos in die Mannschaft eingefügt und bringen ihre Qualität ein, die uns ein wenig gefehlt hat“, sagte Eberl.

„Nach der Pause zu siegessicher“

Von der Offensivqualität des VfL war nach dem Seitenwechsel allerdings zunächst nichts mehr zu sehen. Die Fohlenelf leistete sich eine knapp 20-minütige Schwächephase, die der plötzlich keck aufspielende Aufsteiger durch Mirko Boland zum Anschlusstreffer nutzte. „Vielleicht waren wir zu siegessicher und haben gedacht, mit einem schnellen dritten Tor sei die Messe gelesen. Aber das ist in der Bundesliga gegen keine Mannschaft der Fall. Nach dem 2:1 stand die Partie eine Zeitlang auf des Messers Schneide“, befand Eberl. Beinahe hätte Domi Kumbela sogar den Ausgleich erzielt, doch sein Kopfball flog am Tor vorbei. Diese Szene rüttelte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre wach. Sie legte nun selbst wieder den Vorwärtsgang ein und stellte durch einen von Max Kruse verwandelten Strafstoß den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Mit einem Distanzschuss bereitete Kruse auch noch das 4:1 vor, für das letztlich Raffael per Abstauber verantwortlich war. „Die Jungs haben sich aus dem selbst verschuldeten Loch heraus gekämpft, wieder besser Fußball gespielt und am Ende auch in der Höhe verdient mit 4:1 gewonnen“, bilanzierte Eberl.

Nächste Chance in Augsburg

Somit ist Borussias Heimbilanz nach wie vor imposant. Ein 3:0 gegen Hannover 96, ein 4:1 gegen Werder Bremen und gestern das 4:1 gegen Eintracht Braunschweig – viel mehr Spektakel kann man den eigenen Anhängern kaum bieten. „In der vergangenen Saison haben wir häufig effektiv gespielt, jetzt kommt die Attraktivität hinzu. Die totale Bereitschaft und Hingabe muss allerdings auch bei einer 2:0-Führung genauso da sein wie bei einem Zwischenstand von 0:0“, legte Eberl nochmals den Finger in die Wunde. Und natürlich gelte es nun, das großes Offensivpotenzial auch einmal in der Fremde abzurufen. „Wenn wir eine gute Rolle in der Liga spielen möchten, müssen wir auch auswärts etwas holen. Dazu haben wir am nächsten Wochenende bei einem schwierigen Gegner, die nächste Chance“, sagte Eberl. Am kommenden Freitag (20.30 Uhr) gastiert Borussia beim FC Augsburg. Die Vorbereitung darauf beginnt am Montagvormittag um 10 Uhr mit dem Start in die neue Trainingswoche. Da die gestrige Begegnung alle Spieler verletzungsfrei überstanden haben, dürfte Trainer Favre fast alle Schützlinge um sich versammeln. Die einzige Ausnahme bildet Filip Daems, bei dem von Tag zu Tag entschieden wird, wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

Freitag gegen Aufsteiger Braunschweig

Unter Zugzwang

Marc Basten

Mittwoch, 18. September 2013 - 13:00 Uhr

Bereits am Freitag (20.30 Uhr) hat Borussia Mönchengladbach beim Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig die Gelegenheit, sich für die neuerliche Auswärtsniederlage bei 1899 Hoffenheim zu rehabilitieren. Eine gewisse Drucksituation ist nicht von der Hand zu weisen.

Patrick Herrmann muss sich steigern (Foto: Team2 Sportphoto / TORfabrik.de)
Patrick Herrmann muss sich steigern (Foto: Team2 Sportphoto / TORfabrik.de)

Wenn Borussia Mönchengladbach in einer Europapokalwoche an einem Freitag in der Bundesliga antreten muss, verdeutlicht das nochmals, dass der VfL international in dieser Saison keine Rolle spielt. Um im nächsten Jahr wieder über Doppelbelastung und englische Wochen ‚jammern‘ zu dürfen, muss sich die Fohlenelf allerdings steigern.

Nach der dritten Auswärtsniederlage der Saison steht die Favre-Truppe gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig unter Zugzwang. Der dritte Heimsieg muss her, damit das Gleichgewicht gewahrt bleibt.

Zwar ist es auf dem Papier gegen den bisher sieglosen und über weite Strecken der ersten Partien nicht wirklich konkurrenzfähigen Aufsteiger eine klare Sache, doch so leicht wird es nicht werden. Das betonte auch Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

»Ich erwarte einen schweren Gegner, sie haben vier neue Spieler im Vergleich zum Anfang der Saison. Es ist wie immer – du hast kein Spiel in der Bundesliga, das einfach wird«.

»Es ist gut, nach Hoffenheim sofort am Freitag zu spielen«, so Favre weiter. »Es liegt an uns, es besser zu machen. Wir müssen unser Spiel machen, unsere Leistung bringen. Punkt.«

Mit welchem Personal Favre die Aufgabe angehen wird, ließ er wie gewohnt offen. Immerhin räumte er ein, nach den Einwechslungen von Hoffenheim »gute Alternativen« gesehen zu haben. Dennoch spricht viel dafür, dass auch im sechsten Spiel in Folge die gleiche Elf beginnen wird.

Dass einige Kandidaten, wie zum Beispiel Patrick Herrmann, einen Zahn zulegen müssen, steht dabei außer Zweifel.

Ansonsten will man sich bei den Borussen aber nicht verrückt machen lassen. »Wir spielen nicht schlecht, auch nicht in Hoffenheim«, sagte Favre. »Wir bekommen dumme Tore, das ist das Problem momentan«.

»Wir machen einen kleinen Fehler in der Position, die anderen finden die Lücke und wir kriegen ein Tor«, umschreibt der Schweizer die Konteranfälligkeit seiner Mannschaft. »Wir müssen das in der gegnerischen Hälfte intelligenter machen und besser antizipieren, wenn wir den Ball verlieren«.

An der grundsätzlichen Ausrichtung wird sich jedoch nichts ändern und auch die Diskussion Heimstärke und Auswärtsschwäche hält die sportliche Leitung für höchst überflüssig. »Wir spielen auswärts und zuhause gleich«, stellte Favre klar.

Im Borussia-Park hatte man bisher den Vorteil, dass der Führungstreffer gelang und man nicht einem Rückstand hinterherhecheln musste. Gegen Braunschweig wird dieser „Spielöffner“ wichtiger denn je.

 

Mit Ruhe und Geduld zum Erfolg

Mit Ruhe und Geduld zum Erfolg
Jubel über das zwischenzeitliche 1:0: Max Kruse, Filip Daems und Raffael gratulieren Juan Arango zu seinem Treffer.

Nach zähem Beginn steigerte sich Borussia und feierte am Ende einen überzeugenden 4:1-Sieg gegen Weder Bremen. Für Trainer Favre lag der Schlüssel des Erfolgs in der Ruhe und Geduld, die seine Mannschaft bewahrte.

Im ersten Heimspiel vor zwei Wochen gegen Hannover 96 (3:0) hatte die Fohlenelf von der ersten Minute an Gas gegeben und den Gegner sofort ihr Spiel aufgezwungen. Das gelang ihr gestern in der ersten halben Stunde gegen kompakt stehende Gäste aus Bremen nicht. „Es war anfangs sehr schwer für uns, wir haben keine Räume gefunden und hatten zu wenig Tempo im Spiel“, monierte Trainer Lucien Favre. Fast im gleichen Atemzug aber lobte er seine Schützlinge, die trotz der fehlenden Durchschlagskraft stets die Ruhe bewahrte und weiter geduldig auf ihre Chance wartete. Und dafür wurden sie in der 32. Minute dank Granit Xhaka belohnt. Der Schweizer setzte Juan Arango mit einem langen Diagonalpass in Szene. „Ich übe diese Bälle häufig im Training. Warum soll ich es dann nicht auch einmal im Spiel versuchen?“, erklärte Xhaka sein Traum-Zuspiel, dass Arango exzellent verarbeitete und im Anschluss zur 1:0-Führung nutzte. „Der Pass war wirklich super“, lobte Favre. „Und kurz danach war der Ball plötzlich im Tor. Auf der Bank waren wir sehr überrascht, denn der Winkel für Arango war aus unserer Sicht sehr spitz.“

Erfrischender Offensivfußball

Der Treffer gab der Favre-Elf enormes Selbstvertrauen. Mit der Führung im Rücken legte sie nach dem Wechsel den Vorwärtsgang ein und zeigte erfrischenden Offensivfußball. Raffael scheiterte zunächst noch an Werder-Keeper Sebastian Mielitz, doch wenige Momente später feuerte Tony Jantschke einen Schuss aus rund 25 Metern ab, den Mielitz nach vorne abklatschen ließ. Raffael stand goldrichtig und staubte zum 2:0 ab. „Ich freue mich, dass Tony dieses Tor provoziert hat. Er hat einen sehr guten Schuss – und ich habe ihm schon häufiger gesagt, dass er es einmal mit Fernschüssen probieren soll“, sagte Favre. Die Begegnung schien nun vorzeitig entschieden, denn bis dahin war von den Bremern offensiv nicht viel zu sehen – die Defensive um Abwehrchef Martin Stranzl hatte alles im Griff. So benötigten die Gäste schon ein Eigentor des eingewechselten Havard Nordtveit, der eine Freistoßflanke von Zlatko Junuzovic unglücklich ins eigene Netz köpfte, um wieder ins Spiel zurückzukommen. „Es spricht doch für unsere Offensivqualität, dass wir auch das fünfte Tor selbst erzielt haben“, sagte Max Kruse grinsend.

„Das Spiel dominiert“

Dass er nach dem Spiel über diese Szene flachsen konnte, daran hatte er selbst großen Anteil. Die Borussen ließen sich durch den Anschlusstreffer überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und schlugen nur fünf Minuten später durch eben jenen Kruse zurück. Nach toller Vorarbeit von Raffael bewahrte Kruse die Übersicht und setzte den Ball überlegt ins lange Eck. „In der Halbzeitpause hatten wir uns vorgenommen, das Spiel besser anzugehen und im zweiten Durchgang haben wir es auch dominiert“, befand Kruse. Doch einer aus dem Offensivquartett hatte noch nicht getroffen: Patrick Herrmann. Das änderte sich fünf Minuten vor Schluss, als Kruse den 22-Jährigen mit einem Steilpass auf die Reise schickte. Herrmann spurtete mit Ball am Fuß an Mielitz vorbei, schob den Ball ins leere Tor und krönte damit nicht nur die Leistung des VfL, sondern auch sein Jubiläumsspiel. Schließlich hatte der Flügelflitzer gestern sein 100. Bundesligaspiel bestritten. „Drei Punkte gegen Bremen, das 100. Bundesligaspiel absolviert und ein Tor erzielt – ein rundum gelungener Tag“, freute sich Herrmann.

Acht Spieler unterwegs

Ein gelungener Tag war es für die gesamte Fohlenelf, die nach den beiden Auswärts-Niederlagen beim FC Bayern München (1:3) und bei Bayer Leverkusen (2:4) im gestrigen Heimspiel schon etwas "unter Druck" gestanden hatte. „Wir mussten mit Geduld spielen. Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht. Es war sehr wichtig für uns, mit einem Sieg in die Länderspielpause zu gehen“, bilanzierte Favre. In Marc-André ter Stegen, Amin Younes (beide U21/Deutschland), Max Kruse (Deutschland), Juan Arango (Venezuela), Havard Nordtveit (Norwegen), Granit Xhaka (Schweiz), Branimir Hrgota (U21/Schweden) und Nico Brandenburger (U19/Deutschland) werden acht Spieler in der kommenden Woche mit ihren jeweiligen Nationalteams unterwegs sein. Für alle übrigen Akteure geht es erst am Mittwoch um 15 Uhr mit dem Training weiter. Dann wird voraussichtlich auch Thorben Marx wieder mit dabei sein, der am heutigen Sonntag auf Grund von Knieproblemen nicht mit raus gehen konnte.

 

Heimspielauftakt geglückt - Klares 3:0 gegen Hannover

Heimspielauftakt geglückt - Klares 3:0 gegen Hannover
Jubel bei den Borussen über den klaren Heimerfolg.

Glänzender Heimspielauftakt für Borussia: Durch Treffer von Max Kruse, Christoph Kramer und Filip Daems besiegte sie Hannover 96 verdient mit 3:0 (1:0).

Die Fohlenelf, die mit der gleichen Startformation begann wie beim Saison-Auftakt in München (1:3), war in der Anfangsphase das klar spielbestimmende Team und legte bei den eigenen Angriffen ein hohes Tempo vor. Mehrere gute Kombinationen endeten jedoch an der Strafraumgrenze. So kamen die Borussen erst nach einer Viertelstunde zum ersten Torschuss. Nach feinem Doppelpass mit Granit Xhaka zog Juan Arango ab, ein Hannoveraner fälschte den Ball jedoch über das Gehäuse ab. In der 21. Minute folgte dann die verdiente Führung für die Favre-Elf. Arango schickte Raffael auf der linken Außenbahn steil. Der Brasilianer behielt die Übersicht, legte zurück auf Max Kruse – und dessen Direktabnahme landete flach im linken Eck. Für den Neuzugang aus Freiburg war es der erste Treffer im VfL-Trikot. Von den Gästen war offensiv lange Zeit nicht viel zu sehen. In der 28.Minute rutschte Szabolcs Huszti eine Volleyabnahme aus gefährlicher Distanz über den Fuß.

Ansonsten gaben die Borussen weiter den Ton an. Einen Steilpass von Kruse konnte 96-Keeper Ron-Robert Zieler gerade noch vor dem auf ihn zustürmenden Patrick Herrmann klären. Wenig später kam Herrmann nach einer schnellen Kombination kurz hinter der Strafraumgrenze zum Abschluss, der Ball sauste aber Zentimeter über den Querbalken. Zum Ende des ersten Durchgangs ging es plötzlich noch einmal hin und her. Einen Distanzschuss von Leon Andreasen fing Marc-André ter Stegen zunächst sicher. Wenige Sekunden später zeigte sich Borussias Nummer eins hellwach, als er in höchster Not gegen Mame Diouf rettete. Auf der Gegenseite fischte Zieler wenige Sekunden vor der Pause eine Arango-Direktabnahme aus dem linken Eck, den Abpraller setzte Raffael aus Abseitsposition neben den Kasten.

Kramer legt nach

Nach dem Wechsel setzte Borussia ihr temporeiches Spiel fort. Nach einem gelupften Pass von Herrmann überwand Christoph Kramer Hannover-Schlussmann Zieler mit einem Heber, Salif Sané kratzte die Kugel aber artistisch von der Linie. Drei Minuten später durfte der Neuzugang aus Bochum dann aber doch nach einem tollen Zusammenspiel den ersten Bundesligatreffer seiner Karriere bejubeln. Raffael legte den Ball nach links ab auf Kruse. Dessen Schuss aus spitzem Winkel konnte Hiroki Sakai blocken. Kruse löffelte das Spielgerät aber im Anschluss genau vor das Tor, Sané spitzelte es noch an den rechten Pfosten, bevor Kramer hinterher ging und das Kunstleder zum 2:0 über die Linie stocherte. Kurz darauf zog Kruse selbst aus 18 Metern ab und verfehlte den Kasten nur ganz knapp.

Die endgültige Entscheidung blieb dem Kapitän vorbehalten. Nachdem Sakai im Strafraum im Zweikampf mit Kruse die Hand zur Hilfe nahm, entschied Schiedsrichter Dr. Jochen Drees auf Strafstoß. Filip Daems trat an und verwandelte in gewohnt sicherer Manier. Die Borussen sprühten vor Spielfreude und ließen den Ball nun geschickt durch die eigenen Reihen laufen. Arango verpasste mit einem satten Schuss knapp rechts vorbei den vierten Treffer allerdings ebenso wie Raffael. Der Brasilianer vergab freistehend aus kurzer Distanz, weil sich Sébastien Pocognoli in letzter Sekunde in die Schussbahn warf. Auf der Gegenseite verhinderte ter Stegen mit zwei Klasse-Reflexen gegen Artur Sobiech und Diouf einen Gegentreffer. In der Schlussphase durften bei der Fohlenelf auch noch Amin Younes, Havard Nordtveit und Branimir Hrgota ran, am Ende blieb es beim verdienten 3:0-Endstand.

Max Eberl zu Gast im „Doppelpass“

Max Eberl zu Gast im „Doppelpass“
Sportdirektor Max Eberl ist am Sonntag von 11 bis 13 Uhr zu Gast im "Doppelpass" bei Sport1.

Borussias Sportdirektor Max Eberl ist am morgigen Sonntag von 11 bis 13 Uhr als Gesprächspartner zu Gast in der Sport1-Talkrunde „Volkswagen Doppelpass“.

In der zweistündigen Live-Sendung aus dem Münchener Airport Hotel Kempinski wird sich Max Eberl den Fragen von Moderator Jörg Wontorra und den Diskussionen mit Thomas Helmer (Sport1-Experte), Radioreporter Ralf Bosse (Sport1.fm), dem freien Journalisten Frank Hellmann (unter anderem Frankfurter Rundschau) sowie dem früheren ARD-Moderator Waldemar Hartmann stellen.


 

 Europapokal-Choreo Mönchengladbach,1.Platz !!
  
 

 

Das Rennen bei der Atmo-Wahl für die Saison 2012/13 hat die Choreo von Borussia Mönchengladbach im Champions League Playoff gegen Dynamo Kiew gemacht. Zum Einlauf der Teams war der gesamte Borussia-Park in den Vereinsfarben Schwarz, Grün und Weiß geschmückt.

Zudem war in der Nordkurve das Vereinswappen im Lorbeerkranz sowie zwei große Spruchbänder mit der Aufschrift "Mit Stolz auf unsere Farben" und "Die Raute durch Europa tragen" zu sehen. Die Choreo konnte sich mit 1.146 von insgesamt 4.460 Stimmen mit großem Abstand vor den Verfolgern durchsetzen.

Die Top 10 der vergangenen Saison im Überblick:

1.) Borussia Mönchengladbach 1.146 Stimmen
2.) Eintracht Braunschweig 464 Stimmen
3.) Eintracht Frankfurt 416 Stimmen
4.) Borussia Dortmund 350 Stimmen
5.) FC Ingolstadt 245 Stimmen
6.) Bayern München 214 Stimmen
7.) SpVgg Fürth 172 Stimmen
8.) Hamburger SV 169 Stimmen
9.) Dynamo Dresden 152 Stimmen
10.) Schalke 04 145 Stimmen

Zur Wahl standen insgesamt 30 Aktionen aus der ersten bis zur vierten Liga. (Faszination Fankurve, August 2013)

Generalprobe verpatzt - Jetzt kann es losgehen!    
Geschrieben von Annica   
Donnerstag, 8. August 2013

Nachdem das Team von Lucien Favre die Generalprobe in Darmstadt am vergangenen Sonntag verpatzt hat, wechseln wir nun von der Phrase “Der DFB Pokal hat seine eigenen Gesetze.” zu “Wir haben in München keine Chance. Und die werden wir nutzen!”. Natürlich schließen sich direkt die Diskussionen an, ob es nun gut ist, als erstes beim FC Bayern antreten zu müssen, oder ob es nicht eher hinderlich für die kommende Spielzeit ist. Und wie immer gibt es keine eindeutige Antwort darauf.

Theoretisch könnte man aber auch spekulieren, ob es überhaupt auch nur den Hauch einer Chance gibt, aus München etwas Zählbares mitzunehmen. Vom Spiel her hat Borussia meistens nicht schlecht ausgesehen wenn es in die Arena zu München ging. Nur dass Ergebnis stimmte halt oft nicht … Realistisch betrachtet wird es schwierig gegen die Fußball-Großmacht standzuhalten. Aber ist es denn Borussias Erwartung ausgerechnet gegen die 11 von Josep Guardiola zu punkten? Natürlich wären 3 Punkte in jedem Spiel das angenehmste; aber da dies eh nur in der schwarz-weiß-grünen Phantasiewelt passiert, ist die Frage, wie schwer es wiegt, in München KEINE Punkte zu holen. Ich denke, man ist sich einig: So unsympathisch die Münchner Bayern auch sind, ein Weltuntergang wäre es wohl nicht wenn die Punkte (zum Teil) dort blieben …

Lucien Favre äußerte nach dem Pokal-Aus in Darmstadt, dass es schwierig würde, die Mannschaft wieder aufzurichten. Mit ca. 99,9%iger Wahrscheinlichkeit ist ihm das mittlerweile natürlich gelungen. Zum anderen spricht nichts dafür, dass dieses vergangene Spiel am Freitagabend ab 20.30 Uhr noch in den Köpfen der Spieler herumgeistert. Vor lauter „Tam-Tam“, „Bundesligaeröffnungszeremonien“, „Endlich-geht-es-wieder-los-Gerede“, „Mir san mir“ und der üblichen extra-Portion Motivation, die jeder an den Tag legt, wenn es gegen die Bayern geht, dürfte für den Pokal 2013/2014 - der für Borussia ja eh nun kein Thema mehr während der laufenden Spielzeit ist - wohl kein Gedanke mehr verschwendet werden.

Vieler Worte bedarf es über unseren Gegner des kommenden Flutlichtspiels definitiv nicht. So viel wie seit Tagen, Wochen, Monaten über Josep Guardiola & Co geredet, geschrieben, getwittert, gefacebooked,… wird, ist es unwahrscheinlich, dass noch irgendwelche Fragen bzgl. Spieler, Trainer, Taktik, Rasenlänge, offen sind. Respekt an denjenigen, der an allen noch so unwichtigen Infos vorbei gekommen ist!

Für Borussia beginnt die Saison ohne jeden Druck und ohne übertrieben hohe Erwartungen an den Ausgang des Spiels. Und machen wir uns nichts vor - sollte das Spiel „unerwartet“ gut für Borussia ausgehen (und sei es auch „nur“ ein Unentschieden), liegt die Begründung schon parat: Die Bayern waren extrem schwach. Bei normaler Form hätten sie unsere Elf nämlich sonst selbstverständlich zweistellig vom Platz gejagt. Also nicht viel Neues zum Auftakt der kommenden Bundesliga-Saison 2013/2014.

Blick auf die Konkurrenz - Teil I    
Geschrieben von Schustie   
Mittwoch, 7. August 2013

Das Warten hat nun endlich ein Ende. Nach einer langen Sommerpause, verschiedenen Testspielen im In- und Ausland sowie dem nicht wirklich erfolgreichen Pokalspiel in Darmstadt am vergangenen Sonntag geht es wieder los. Ab Freitag heißt es endlich wieder "Bundesliga". Zeit für uns, einen Blick auf die Transferaktivitäten der Konkurrenzvereine in diesem Sommer zu werfen.

Los geht es Freitagabend – mal wieder – in der Allianz Arena zu München gegen den Triple Sieger FC Bayern. Was soll man zum Rekordmeister noch sagen? Nachdem man in der vergangenen Saison alles gewann, was es zu gewinnen gibt, hat der Rekordmeister auf dem Transfermarkt wieder einmal ordentlich zugeschlagen. Mit Mario Götze aus Dortmund und Thiago vom FC Barcelona wurden mal eben 62 Millionen Euro bewegt. Dazu verpflichteten die Roten vom FSV Mainz 05 Jan Kirchhoff. Es gibt Leute, die prophezeien, dass der FCB in der kommenden Saison nicht einen Punkt abgeben wird. Verlassen hat die Bayern Mario Gomez für 16 Millionen Euro zum AC Florenz nach Italien sowie Anatoly Tymoschuk, den es nach St. Petersburg zieht.

Zum ersten Heimspiel im BORUSSIA-PARK begrüßen wir dann Hannover 96. Die Niedersachsen verstärkten sich von Borussia Dortmund mit Leonardo Bittencourt und vom Absteiger SpVgg. Fürth mit Edgar Prib. Aus Frankreich vom AS Nancy konnte man den Senegalesen Salif Sané verpflichten. Allerdings sind auch namhafte Abgänge zu verzeichnen. Mo Abdellaoue und Konstantin Rausch zog es ins Schwabenland zum VfB Stuttgart. Den beliebten Herrn Pinto nach Spanien zu UD Levante. Ferner wurde der Kader durch einige Ersatzspieler ausgedünnt.

Auch das zweite Auswärtsspiel hat es in sich. Zu Gast unterm Bayerkreuz in Leverkusen. Königstransfer der Werksmannschaft ist sicher Heung-Min Son vom HSV. Aus Italien von Inter Mailand kommt Giulio Donati an den Rhein. Auch Roberto Hilbert schnürrt künftig wieder die Stiefel in der Bundesliga bei Bayer 04. Nicht groß umziehen muss Robie Kruse, der von Fortuna Düsseldorf kommt. Für die Abwehr verpflichtete der Werksclub Konstantinos Stafylidis von PAOK Saloniki, sowie Emir Spahic vom FC Sevilla. Interessant dürfte das Talent Levin Öztunali werden, der vom HSV kommt, und ein Enkel von Uwe Seeler ist.

Große Probleme hatte in der vergangenen Saison der SV Werder Bremen. Und auch die neue Spielzeit ließ noch keine Verbesserung erkennen. Immerhin verloren die Kicker von der Weser mit Verteidiger Sokratis zum BVB, und Kevin de Bruyne, der zurück zum FC Chelsea muss, zwei ihrer Besten. Verpflichten konnte der neue Sportdirektor Thomas Eichin von Inter Mailand Luca Caldirola, Cedrick Makiadi vom Sportclub Freiburg und den Schweden Denni Avdic von PEC Zwolle aus den Niederlanden.

Fast, aber eben leider nur fast, wären wir das leidliche Projekt aus Hoppenheim in der vergangenen Saison losgeworden. Vielen Dank dafür nochmal nach Dortmund! Nun steht zu befürchten, dass die TSG gestärkt in die Saison 2013/14 gehen wird. Den Kader hat man im Kraichgau jedenfalls kräftig ausgemistet. Mit Advincula, Gomes, Gregoritsch, Gyau, Joselu zu Eintracht Frankfurt, Malbasic, Musona, Patrick Ochs, Schröck, Usami sowie Chris, Conrad und Williams stehen 13 Abgänge zu Buche. Ach ja, und dann war da ja noch unser Held der Relegation, Igor de Camargo. Nach dem Klassenerhalt wurden zunächst 1,4 Millionen Ablöse fällig. Behalten hat man ihn in Sinsheim dennoch nicht. Igor kickt nun wieder in Belgien für Standard Lüttich. Verstärkt hat sich die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol mit Kevin Akpoguma vom KSC, dem Ex-Bayern Edson Braafheid und Anthony Modeste aus Frankreich vom SC Bastia. Ferner konnte man von Rosenborg Trondheim Tarik Elyounoussi verpflichten.

28 Jahre!!! Was für eine lange, entbehrungsreiche Zeit. Herzlich willkommen zurück in der Bundesliga. Der deutsche Meister von 1967, Eintracht Braunschweig. Sicher wird es der traditionsreiche Aufsteiger aus Niedersachsen nicht gerade leicht haben, sich in der Belle Etage zu behaupten. Aber die ganze Stadt, die ganze Region dürften elektrisiert sein. Um das Unternehmen Klassenerhalt zu bewerkstelligen, verpflichteten die Löwen vom FSV Mainz 05 Paul Caliguri, vom FC Augsburg Torsten Oehrl und Jan Hochscheidt von Erzgebirge Aue. Der Kanadier Simeon Jackson konnte von Manchester City geholt werden. Und der Norweger Omar Elabdellaoui spielte bereits in der Aufstiegssaison für die Blau-gelben. Getrennt hat man sich an der Hamburger Straße von Korte, Merkel, Petersch, Turan, Zhang, Bohl sowie von Edwini-Bonsu.

Irgendwie sind die bayerischen Schwaben vom FC Augsburg so etwas wie die Rückrundenkönige. Erneut schafften sie es mit einer glänzenden zweiten Spielzeit, den drohenden Abstieg abzuwenden, und spielen nun ihre dritte Bundesliga-Saison in Serie. Damit es auch eine vierte geben wird, dafür verpflichtete der FCA aus der Türkei Halil Altintop. Kein Unbekannter in der Liga. Im Angriff verstärkte man sich aus Griechenland von Olympiakos Piräus mit Panagiotis Vlachodimos. Ansonsten setzt man in der Fuggerstadt auf eigene Talente. Allerdings muss man auch schmerzliche Abgänge verkraften. Die beiden Koreaner, Ji und Koo waren nicht zu halten. Torsten Oehrl zog es zu Eintracht Braunschweig. Simo Jentzsch beendete seine Karriere, und Stephan Hain spielt künftig für 1860 München.

Am achten Spieltag ist dann der BV 09 Dortmund zu Gast. Welch ein Theater spielte sich in der Sommerpause rund um den Borsigplatz ab? Mario Götze wagte es tatsächlich, von einer Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen und wechselte für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro zum FC Bayern. Sein Empfang im Westfalenstadion dürfte bei seiner Rückkehr sicher nicht der netteste sein. Dass man sich noch vor zwei Jahren über den Revierrivalen Schalke 04 lustig gemacht hat, ob des Wechsels von Manuel Neuer, und dass man vor Jahresfrist mit dem Wechsel von Marco Reus nichts anderes gemacht hat, wird in schwarz-gelben Kreisen gern und schnell vergessen. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es eben noch lange nicht das Selbe. Immerhin scheint ihnen ToptorjägerRobert Lewandowski ja noch ein Jahr erhalten zu bleiben. Getrennt hat man sich von Felipe Santa, der zum FC Schalke 04 wechselt. Irgendwie ist das dort regelrecht untergegangen. Leonardo Bittencourt, in der vergangenen Saison noch als großer Coup von Energie Cottbus verpflichtet, wechselt zu Hannover 96. Daniel Ginzcek wechselt ins Frankenland zum 1. FC Nürnberg. Moritz Leitner auf Leihbasis zum VfB Stuttgart. Julian Koch zum FSV Mainz 05. Pascal Owomoyela scheint wohl seine Karriere zu beenden, während Lasse Sobiech zum HSV wechselt. Aber der BVB hat natürlich eine Menge Geld eingenommen und ist nun wieder in der Lage, kräftig zu investieren. So kommt vom AS St. Etienne für 14 Millionen Euro Pierre-Emerick Aubameyang und aus der Ukraine von Schachtar Donezk für 26 Millionen Euro Henrikh Mkhitaryan. Für die Abwehr konnte Sokratis vom SV Werder verpflichtet werden. Da das Transferfenster noch bis Ende des Monats geöffnet ist, kann man sicher davon ausgehen, dass die Schwarz-Gelben hier noch einmal tätig werden.

Der Meister der vergangenen Zweitligasaison, und somit der erste Aufsteiger, ist unser nächstes Auswärtsziel. Dort führt uns der Weg in die Hauptstadt, zur Hertha nach Berlin. Wieder einmal hat es Jos Luhukay geschafft, mit einem Team den Sprung in die Erstklassigkeit zu erreichen. Verstärkt haben die Berliner sich auch mit einem alten Bekannten. Mit Alexander Baumjohann. Auch Johannes van den Bergh ist bei uns am Niederrhein noch in guter Erinnerung. Er kommt von Fortuna Düsseldorf. Mit Hajime Hosogai von Bayer Leverkusen soll das Mittelfeld verstärkt werden. Und für die Abwehr kommt Alexander Langkamp vom FC Augsburg. Dafür hat man mit Bastians, Beichler, Djuricin, Knoll, Morales, Perdedaj und Radjabali-Fardi etwas ausgedünnt.

Fortsetzung folgt...

 

Montag, 5. August 2013

Unglaublich aber wahr - seit nunmehr 25 Jahren gibt es in Mönchengladbach das Fanprojekt Mönchengladbach e.V. Was als loser Zusammenschluss begann, ist zur Dachorganisation der aktiven Fanszene von Borussia Mönchengladbach geworden und seit dieser Zeit die Anlaufstelle der Fans unserer Borussia. Dieses Ereignis soll natürlich auch gebührend gefeiert werden! Aus diesem Grund wird es am 12. Oktober 2013 einen Ball in der Business Loge des BORUSSIA-PARKS geben.

Ähnlich, wie bereits vor fünf Jahren zu unserem 20-jährigen Jubiläum, wird auch diesmal feine Abendgarderobe Pflicht sein! Mal sehen, wen man diesmal nicht auf den ersten Blick erkennt.

Einlass zu der Veranstaltung wird um 19:00 Uhr sein, Beginn gegen 20:00 Uhr.
Im Preis von 59,95 € sind alle Getränke und das Buffet enthalten.

Durch den Abend begleiten werden uns die Bands „BATTERSEA POWERSTATION“, eine Pink Flyod Tribute Band sowie die Coverband“ Cloxx“. Eine bunte Musikmischung für einen stimmungsvollen Abend.

Neben den Mitgliedern des FPMG sind auch alle Fans unserer Borussia herzlich eingeladen einen unvergesslichen Abend mit dem Fanprojekt zu verbringen und die vergangenen 25 Jahre gebührend zu feiern.

Karten können ab dem Heimspiel gegen Hannover 96 sowohl im FanHaus als auch im Infostand erworben werden. Ab dem 19.08.2013 sind die Tickets dann auch im Onlineshop erhältlich.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

Euer FPMG

Eintracht Frankfurt: Peniel Mlapa von Borussia Mönchengladbach im Visier

29. Juli 2013 - 07:35

Commerzbank-Arena - Spielstätte der Begegnung Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund flickr (c) Bilfinger Berger Group CC-Lizenz

Die Stürmersuche bei Eintracht Frankfurt läuft immer noch auf Hochtouren. Zwar hofft man immer noch auf eine Verpflichtung von Vaclav Kadlec, aber als lohnenswerte Alternative ist mittlerweile Peniel Mlapa von Borussia Mönchengladbach auf die Agenda gerückt.

Nach dem peinlichen Aus in der Europa League-Qualifikation für Sparta Prag haben sich laut den Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt die Chancen auf eine Verpflichtung von Vaclav Kadlec trotz einer Vertragsverlängerung verbessert. Hintergrund ist die fehlende internationale Perspektive für den Spieler, der sich aktuell nur auf Landesebene präsentieren kann. Einen wirklichen Fortschritt bei den Verhandlungen gibt es allerdings nicht zu vermelden.

Eintracht Frankfurt: Peniel Mlapa von Borussia Mönchengladbach im Visier

Am Wochenende beginnt mit dem DFB-Pokal die erste Pflichtspielaufgabe für Eintracht Frankfurt und Trainer Armin Veh fehlen immer noch die Alternativen in der Offensive. Zwar hat man noch einen Monat Zeit bis zum Ende der Wechselfrist, dennoch möchte man die Neuverpflichtung so schnell wie möglich integrieren. Wenig Zeit dafür würde Peniel Mlapa von Borussia Mönchengladbach benötigen, der die Bundesliga kennt und die Sprache beherrscht. Trainer Armin Veh ist ein “Fan” des bulligen Stümers, der bei den Fohlen scheinbar keine große Perspektive besitzt.

Gerade einmal 19 Einsatzminuten und das Fehlen im entscheidenden Test sprechen eigentlich eine deutliche Sprache. Möglicherweise könnte der 22jährige zur Lösung für Eintracht Frankfurt in der Offensive werden.

Pokal ohne Arango

Marc Basten

Samstag, 27. Juli 2013 - 17:35 Uhr

Juan Arango konnte die Reise zum letzten Testspiel nach Glasgow nicht mitmachen und wird wohl auch beim Pokalspiel am nächsten Sonntag in Darmstadt ausfallen.

Juan Arango erlitt einen leichten Muskelfaserriss und wird wohl im Pokal ausfallen (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)
Juan Arango erlitt einen leichten Muskelfaserriss und wird wohl im Pokal ausfallen (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

Ohne Juan Arango, in der vergangenen Hinrunde der Erfolgsgarant der Fohlenelf, wird Borussia Mönchengladbach aller Voraussicht nach den Pflichtspielauftakt im DFB Pokal bei Darmstadt 98 bestreiten.

Der Venezolaner zog sich am Freitag beim letzten Training vor dem Abflug nach Glasgow einen Muskelfaserriss zu, wie am Rande der Partie in Glasgow zu erfahren war. Es soll sich zwar nur um einen „leichten“ Faserriss handeln, doch wird der 33-Jährige damit in Darmstadt wohl nicht zur Verfügung stehen.

Zum Ligaauftakt eine Woche später bei den Bayern sollte Arango bei normalem Heilungsverlauf wieder an Bord sein.

 
 

NEWS: 27.07.2013

Borussia gewinnt in Glasgow

Borussia gewinnt in Glasgow
Einer gegen Alle: Amin Younes setzt sich im Strafraum der Celtics durch.

Borussia hat den letzten Test vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison gewonnen. Bei Celtic Glasgow setzte sich die Mannschaft von Trainer Lucien Favre 2:1 durch.

Der Schweizer setzte auf fast genau die gleiche Mannschaft, die vor einer Woche beim Telekom Cup Borussia Dortmund 1:0 geschlagen hatte. Lediglich Alvaro Dominguez rückte für Roel Brouwers in die Innenverteidigung an die Seite von Martin Stranzl. Auf den Außenbahnen verteidigten vor Torhüter Marc-André ter Stegen Kapitän Filip Daems links und Julian Korb rechts. Die Doppelsechs bildeten Neuzugang Christoph Kramer und Granit Xhaka. Im offensiven Mittelfeld durften Lukas Rupp auf der rechten und Amin Younes auf der linken Seite ran. Im Zentrum spielte Raffael etwas hängend hinter der Spitze Max Kruse.

Borussia war sofort um Spielkontrolle bemüht und hatte auch die erste gefährliche Szene der Begegnung. Christoph Kramer drang nach sieben Minuten von der rechten Seite in den Strafraum der Gastgeber ein, legte den Ball dann zurück auf Lukas Rupp. Dessen Schuss entschärfte ein Abwehrspieler der Schotten aber kurz vor der Torlinie. Die Favre-Elf hatte fortan mehr Ballbesitz als die Hausherren und spielte sich immer wieder an den Celtic-Strafraum. Dort aber fehlte zunächst die Durchschlagskraft. Nach einer knappen halben Stunde bediente Raffael Kruse frei vor dem Tor im Sechzehner. Dem Angreifer sprang der Ball aber etwas zu weit vom Fuß, so dass Celtic-Torwart Zaluska zupacken konnte. Kurz darauf verpasste Raffael nach einer schönen Ballstafette ein Zuspiel von Younes direkt vor dem Celtic-Gehäuse nur knapp.

Xhaka trifft sehenswert

Auf der anderen Seite war Borussias Schlussmann ter Stegen lange Zeit beschäftigungslos, weil der VfL in der Defensive sicher agierte und kaum eine Chance der Schotten zuließ. Die Überlegenheit der Fohlenelf schlug sich in der 37. Minute auch im Ergebnis nieder. Xhaka fing einen Fehlpass von Celtic ab und zog aus rund 20 Metern ab. Sein Ball schlug sehenswert unter der Latte ein. Mit der Führung im Rücken ließ der VfL gegen weitgehend harmlose Gastgeber bis zur Pause nichts mehr anbrennen.

Erst zu Beginn der zweiten Hälfte, die Borussia unverändert begann, kamen die Schotten erstmals gefährlich vor das Tor des VfL. Ein Schuss von Balde wurde noch von einem Borussen abgefälscht und trudelte neben den Pfosten des VfL-Gehäuses. Kurz darauf hatten die Gastgeber eine gute Freistoßgelegenheit, nachdem ter Stegen einen langen Ball abfangen wollte, etwas zu spät kam und einen Angreifer der Celtics zu Fall brachte. Der Freistoß streifte das Außennetz. Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Favre in Herrmann, Nordtveit und Hrgota drei neue Akteure. Letztgenannter führte sich gleich prächtig ein. Nach schönem Pass von Nordtveit ließ der Schwede einen Gegenspieler aussteigen und vollendete überlegt ins lange Eck.

Hrgota erhöht

20 Minuten vor dem Ende wechselte Favre die restlichen VfL-Profis ein, so dass bis auf Christofer Heimeroth alle Akteure im Celtic Park zum Einsatz kamen. Der gerade eingewechselte Roel Brouwers brachte einen Grün-Weißen an der Strafraumgrenze zu Fall. Den Freistoß zirkelte Stokes über die Mauer des VfL hinweg zum Anschlusstreffer ins Tor. Als Celtic in der Schlussphase um den Ausgleich bemüht war, ergaben sich Kontergelegenheiten für die Borussen. Herrmanns Schussversuch aus aussichtsreicher Position wurde gerade noch zur Ecke abgewehrt. Kurz darauf versuchte es de Jong, doch der Schuss des Niederländers war kein Problem für den Celtic-Schlussmann. Danach brachte die Favre-Elf das Resultat sicher über die Zeit und gewann das letzte Testspiel der Vorbereitung beim amtierenden schottischen Meister und Pokalsieger. Am nächsten Sonntag (14.30 Uhr) steht dann als erstes Pflichtspiel die Begegnung im DFB-Pokal bei Drittligist Darmstadt 98 an.

Borussia: ter Stegen – Korb (70. Jantschke), Stranzl, Dominguez (70. Brouwers), Daems (70. Wendt) – Kramer, Xhaka (62. Nordtveit) – Rupp (62. Herrmann), Younes (62. Hrgota) - Raffael, Kruse (70. De Jong).

Tore: 0:1 Xhaka (37.), 0:2 Hrgota (66.), 1:2 Stokes (75.)

Schiedsrichter: Craig Thomson

Zuschauer: 17.000

Gelbe Karten: ter Stegen


ES WIRD ERNST!​

Heute um 16 Uhr tritt Borussia zur Generalprobe vor dem Saisonstart bei Celtic Glasgow an.​

Die Fans rätseln seit Wochen über die Startelf, weil Trainer Lucien Favre (55) heute das Team für Darmstadt (DFB-Pokal, 4.8.) und den Ligastart bei den Bayern (9.8.) einspielen lassen will.​

Gladbach-Hammer – Favre schmeißt Herrmann und de Jong aus der Startelf!​

BILD weiß: Die Super-Stars Patrick Herrmann (22) und Luuk de Jong (22) sitzen heute nur auf der Bank!​

► Und es gibt weitere dicke Überraschungen: Auch Havard Nordtveit (23), Tony Jantschke (23) und Oscar Wendt (27) bleiben draußen.​

► Am härtesten erwischt es aber Peniel Mlapa (22): Er durfte nicht mal den Flieger nach Glasgow besteigen – fehlende Form!​

BILD fragte bei Favre nach: Ist die Glasgow-Startelf ein Hinweis auf die Elf für den DFB-Pokal nächste Woche? Der Trainer: „Ja, natürlich!“​

Gladbach-Hammer – der Trainer schmeißt Herrmann und de Jong aus der Startelf! ​

Favre: „Wir haben sehr hart trainiert. Ich berücksichtige, wer durch die Länderspiele und die U-21-EM später ins Training eingestiegen ist.“ ​

Kapitän Filip Daems (34), der sich im Duell gegen Wendt durchgesetzt hat: „Jetzt dabei zu sein ist noch keine Garantie für Darmstadt. Aber klar: Es ist der letzte Test und dazu gegen einen Top-Gegner...“​

Fakt ist: Bis zum Bayern-Spiel wollen Stars wie de Jong, Herrmann oder Nordtveit ihren Rückstand aufholen. Doch ab heute haben ihre Vertreter die besseren Karten in der Hand!​

Letztes Testspiel am Samstag

Ohne Dahoud nach Glasgow

Marc Basten

Freitag, 26. Juli 2013 - 13:55 Uhr

Younster Mo Dahoud muss auf seine erste Auslandsreise mit den Profis verzichten. Der Mittelfeldspieler fliegt nicht mit nach Glasgow. Ebenso bleibt Peniel Mlapa daheim. Ein weiterer Rückschritt für den Stürmer.

Mo Dahoud bleibt daheim, Christoph Kramer fliegt mit (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)
Mo Dahoud bleibt daheim, Christoph Kramer fliegt mit (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

Der letzte Härtetest für die Profis von Borussia Mönchengladbach vor dem Pflichtspielauftakt am 4. August mit dem Pokalspiel bei Darmstadt 98 steht am Samstag an.

Die Borussen reisen nach Glasgow, wo sie auf den Traditionsclub Celtic treffen. Begleitet wird die Fohlenelf von ca. 600 Borussenfans, die sich auf den Weg nach Schottland machen – als kleiner Trost für die in der neuen Saison fehlenden Europacupreisen.

Im Celtic Park wird Mo Dahoud nicht auflaufen. Der 17-Jährige, ernsthaft gehandelt als Startelfkandidat für Pokal und Liga, soll wohl wegen Problemen mit seinem Visum zuhause bleiben müssen.

Thorben Marx wird aufgrund seiner Verletzung, wie schon beim Telekomcup am vergangenen Wochenende, ausfallen. Dazu verzichtet Lucien Favre erneut auf Peniel Mlapa. Der Stürmer, beim Turnier zuletzt schon nicht eingesetzt, fliegt gar nicht mit nach Schottland. Ein weiterer Rückschritt für den 22-Jährigen beim Vorhaben, in dieser Saison den Durchbruch zu schaffen.

In Glasgow erwartet den VfL ein ansprechender Gegner. Die Schotten feiern Saisoneröffnung, nächste Woche starten sie in die Liga. Für Celtic ist diese Partie also ebenfalls eine echte Generalprobe.

Auf Gladbacher Seite werden aus dem Spiel mögliche Rückschlüsse für das kommende Wochenende erwartet. Insbesondere die Besetzung des Sturms und des defensiven Mittelfeldes (was ist mit Havard Nordtveit?) sind von Interesse.

Ab 16 Uhr (deutscher Zeit) am Samstag gibt es möglicherweise einige Antworten. Wir begleiten Borussia nach Glasgow und werden, sofern die Technik mitspielt, aus dem Celtic Park berichten.

 

 

 

 

  • Dante, Reus & Jansen „Gladbach packt Europa”

    Marco Reus machte 97 Bundesliga-Spiele für Gladdbach (36 Tore)

                                   25.07.2013 - 23:46 Uhr                          
                                Von CHRISTIAN HORNUNG

 

Dieses Trio hat Borussias Fans viel Freude gemacht – und dem Verein immerhin satte 35 Millionen Euro gebracht.

 Marco Reus (24) kostete im Vorjahr bei seinem Wechsel nach Dortmund 17 Mio Ablöse.

 Marcell Jansen (27) ging 2007 für 14 Mio zu den Bayern.

 Für Dante (29) gab’s letztes Jahr 4,7 Mio aus München.

Jetzt machen die drei verlorenen Söhne ihren Ex-Klub in BILD noch mal reich – an Hoffnung.

Dante, Reus & Jansen: „Gladbach packt Europa!“

Dante: „Sie hatten ein bisschen Probleme in der vergangenen Saison. Aber man konnte zuletzt beim Telekom-Cup genau sehen, dass sie jetzt sehr gut zusammenspielen. Das wird bestimmt nicht einfach für uns am 9. August, wenn die Saison losgeht. Ich glaube, dass sie Europa schaffen.“

So sieht es auch Reus: „Gladbach war letzte Saison schon bis zum Schluss im Rennen. Die Neuen wie Raffael und Max Kruse passen spielerisch sehr gut rein. Und Lucien Favre ist ein Trainer, der alle immer noch ein Stück besser macht.“

Auch Jansen, der seit 2008 beim HSV kickt, lobt seinen Heimatverein: „Ich verfolge die Borussia natürlich immer. Wir wollen mit Hamburg diesmal nicht den Saisonstart versauen und um Europa mitspielen. Gladbach ist gefährlich, zählt sicher zu den größten Konkurrenten.“

Dante, Reus & Jansen – die verlorenen Söhne machen Gladbach Mut!

25.07.2013 | 2696 Aufrufe | 6 Kommentare | 3 Bewertungen Ø 10.0
 
Jugendspieler
Saisonvorschau VfL Borussia I
VfL Borussia


Zur neuen Saison widmen wir uns in der Borussiagruppe verschiedenen Themen im Detail. Im ertsen Teil nehme ich dabei die Jugend unserer Borussia genauer unter die Lupe.

Angesichts des aktuellen Kaders mit ter Stegen, Jantschke, Younes und Herrmann im Kader stellt sich natürlich die Frage was wir in Sachen Jugendarbeit noch zu bieten haben. Ich werde hier mal zuerst diejeniegen, die schon im Profikader auftauchen ein wenig unter die Lupe nehmen.

Amin Younes: An sich zählt er ja schon seit letzter Saison zum BL-Kader und jeder kennt ihn spätestens nach seinem Tor gegen den BvB. Sein Talent steht ausser Frage nur muss er körperlich noch zulegen, denn man hat schon gesehen, dass er sich noch etwas schwer tut wenn er wiederholt in der Startelf steht. Zumindest nach den Trainingseindrücken in Österreich scheint er diesbezüglich einen kleinen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Dies gilt auch für seine Defensivqualitäten nachdem ihm laut Martin Stranzl der Kopf gewasche wurde. Für ihn spricht ganz klar seine Erfahrung im Gegensatz zu den anderen Jungspunden. Genauso sollte die verbesserte spielerische Komponente in der Offensive ihm zugutekommen. Aber angesichts der spielerischen Qualität unserer Neuzugänge ist mehr als ein Bankplatz als Nr. 13 wohl in dieser Saison nicht drin.
Saisoneinsatzwahrscheinlichkeit 100%




Das Bild täuscht: Amin Younes liegt keineswegs am Boden.



Branimir Hrgota: Allen bekannt seit seinem Dreierpack inklusive Panenka-Elfmeter gegen Mainz. Spielt wieder eine überzeugende Vorbereitung. Die Frage bleibt, ob er sich an die Bundesliga wirklich gewöhnt hat und Konstanz zeigen kann. Auch die letzte Vorbereitung war vielversprechend um dann allerdings in der Bundesliga zu Beginn zu enttäuschen. Seine Anlagen sind ohne Zweifel da aber leider wirkte er zu Beginn der letzten Saison sowie auch in den Spielen nach Mainz, manchmal noch etwas zu grün hinter den Ohren. Aber je nach System das gespielt wird, sehen ihn manche auch schon Luuk de Jong verdrängen.
Saisoneinsatzwahrscheinlichkeit 100%

Janis Blaswich: Er ist der 3. Torhüter diese Saison und schon zum 2. Mal mit im Trainingslager. An ter Stegen wird er diese Saison nicht vorbeikommen, und auch insgesamt scheint er vom Talent her nicht vollends zu überzeugen. Viele sehen Niklas Bolten (s.u.) als vielversprechender an. Blaswich wird nur im Ausnahmefall zu Einsätzen kommen und uns auf Dauer wohl verlassen.
Saisoneinsatzwahrscheinlichkeit 10%

Alexander Bieler: Letztes Jahr noch die grosse Hoffnung, mit einem Profivertrag ausgestattet und er galt als "flexibel im Mittelfeld einsatzbar." Nach einem Jahr muss man konsternieren, es ist wohl leider doch nichts. Sollte noch zuletzt verkauft werden, was sich dann aber zerschlug. Insbesondere aufgrund seiner besten Position im defensiven Mittelfeld wohl ohne Chance auf einen Kaderplatz. Auch wenn man in ihm einen soliden Zweitligakicker sehen kann, in Zukunft wird es wohl nicht zu mehr reichen als zum alljährlichen Mannschaftsfoto.
Saisoneinsatzwahrscheinlichkeit 1%

Julian Korb: Bisher einer der grossen Gewinner der Vorbereitung. Vor ein paar Wochen noch im gleichen Atemzug wie Mattias Zimmermann genannt und erster Verleihkandidat -- sieht die Sache nun anders aus. Lucien Favre lobt ihn in höchsten Tönen und sieht sogar von einer Leihe ab. Insbesondere da er auf der Rechtsverteideigerposition spielen kann und mehr Offensivqualitäten als Jantschke mitbringt. Er könnte sich da als ernsthafte Alternative und Konkurrenz hervortun, eine Leihe wirkt immer unwahrscheinlicher. Könnte DIE Überraschung werden in dieser Saison!
Saisoneinsatzwahrscheinlichkeit 90%




Julian Korb setzt Kevin Großkreutz mächtig zu.



.................................................................

Nun zu den Rohdiamanten, die aber allesamt die Saisonvorbereitung mit den Profis absolvieren:

Joel Mero: Der hochgewachsene Finne kam im Winter zur Borussia und spielt vorest für die 2. Mannschaft als 18-jähriger, wurde nun aber mit einem Profivertrag ausgestattet. Seine 191cm Körpergrösse sind für einen Innenverteidiger ordentlich. Man traut dem jungen Finnen sehr viel zu und scheinbar hat auch Trainer Lucien Favre gefallen an ihm gefunden und ihn mit ins Trainingslager genommen. Es scheint mehr als nur ein Fingerzeig zu sein, dass man nach dem Karriereende von Stranzl wohl schnell mit Mero auf der Bank oder in der Startelf plant, dafür sammelte er nun Erfahrung an der Seite von Stranzl, Dominguez und Roel im Trainingslager.
Bundesligawahrscheinlichkeit 80%

Niklas Bolten: Der nächste ter Stegen? Ein bisschen Ähnlichkeit ist rein äusserlich da, beide sind gross gewachsen, Bolten sogar 2 cm grösser. Wenn man sich in den Foren umhört halten die meisten Leute sehr viel von ihm. Manch einer sieht in ihm sogar den direkten Nachfolger von ter Stegen, EGAL WANN dieser zu Barcelona wechseln sollte. Einzig seine Verletzungshistorie macht einem ein wenig Sorgen, Schulter schon 2 mal ausgekugelt, beide Menisken schon operiert... Wenn er verletzungsfrei bleibt, dann gehört ihm wohl die Zukunft im Gladbacher Tor!
Bundesligawahrscheinlichkeit 80%

Sinan Kurt: Das wohl grösste Talent im Fohlenstall. Der erst grade 17 gewordene Linksaussen/HS oder Stürmer durchläuft seit der U15 die deutschen Nachwuchsauswahlen. In der zurückliegenden B-Jugend Saison gelangen ihm 23 Treffer und 9 Vorlagen. Körperlich natürlich noch nicht so weit, jedoch nicht umsonst wurde auch eine Sky-Dokumentation über ihn (und andere junge Talente) gedreht. Durfte auch schon in Testspielen ran ein Tor blieb im jedoch verwehrt. Über einen Einsatz in diesem Jahr reden wir freilich nicht, aber er ist ohne Frage jemand den man im Auge behalten sollte. Nicht umsonst kamen zuletzt auch Gerüchte auf, dass Liverpool und der FC Porto an ihm dran sind (Spox berichtete).
Bundesligawahrscheinlichkeit 60%

Mahmoud Dahoud: Auch Mo ist erst 17 jedoch körperlich weiter als Kurt. Er spielt im defensiven Mittelfeld und gilt als spielerisch starker 6er mit Übersicht und Führungsqualitäten. In die U-Nationalmannschaften hat er es noch nicht geschafft, was nach seiner bärenstarken Vorbereitung eher verwundern lässt. Er schaffte es als jügster Profi mit ins Trainingslager, und von da an hatte er einen Fan mehr, Lucien Favre. Schon im Spiel gegen Lierse SK machte er andere auf sich aufmerksam, um dann nach dem Trainingslager weiter mit der Bundesligamannschaft zu trainieren. Gekrönt wurde die Vorbereitung durch seinen Einsatz im Telekom-Cup gegen die Bayern als er eine glücklichere Figur als Granit Xhaka abgab.Definitiv ein Gewinner der Vorbereitung, ein Einsatz in der Bundesliga wäre dennoch eine grosse Überraschung angesichts der Masse an Konkurrenz. Auf der anderen Seite haben schon einige andere 17-jährige gezeigt, dass ein Einsatz in der Bundesliga nciht zu früh sein kann, wenn das Talent da ist.
Bundesligawahrscheinlichkeit 70%

Kevin Holzweiler: Seit 2002 schon ein Borusse und nun schon mit einem Profivertrag. Mit 18 Jahren gehört er unter den Rohdiamanten schon zu den Älteren. Von seinen Anlagen her erinnert er nicht nur angesichts der 164 cm Körpergrösse an Marko Marin oder um es aktueller zu gestalten an Amin Younes. Er spielt im offensiven Mittelfeld, ist Linksfuss und besonders trickreich. Er durchlief wie Kurt seit der U15 alle Nachwuchsteams des DFB. Auch wenn von der Statur her ein Fragezeichen hinter ihm steht, sollte man lobend erwähnen, dass er sich nach einem Mittelfussbruch im letzten Jahr gut zurück gekämpft hat und wieder an alte Leistungen anknüpfen kann.
Bundesligawahrscheinlichkeit 40%

Nico Brandenburger: Der Älteste und Erfahrenste, macht nun schon seine 3. Saisonvorbereitung mit der ersten Mannschaft. Er spielt ebenso wie Bieler und Dahoud im defensiven Mittelfeld, er spielt mehr eine Nordtveit Rolle. Auch seine Flexibilität in der Innenverteidigung aufzulaufen passt zu diesem Vergleich. Er stand auch schon 2 mal im Kader des Teams (in Istanbul und zuhause gegen Leverkusen) aber zu einem Einsatz hat es nicht gereicht. Von den Jüngeren wohl derjenige dem man am ehesten einen Einsatz in dieser Saison zutrauen kann, wofür er aktuell viele Extraschichten schiebt, welche sich bezahlt machen. Er ist der dritte Youngster der mit ins Trainingslager reisen darf.
Bundesligawahrscheinlichkeit 50%
Krankheitsbedingte Restplätze für Glasgow-Tour    
Mittwoch, 24. Juli 2013
Kurzentschlossene aufgepasst! Durch krankheitsbedingte Ausfälle können wir Euch kurzfristig wieder ein paar freie Restplätze für unsere bevorstehende Bustour nach Glasgow anbieten.
Die Tour kostet inkl. einer Übernachtung in Glasgow 149,- EUR (zzgl. Eintrittskarte). Abfahrt Mönchengladbach: Fr., 26.07., 16.30 Uhr, Rückankunft: Mo., 29.07., ca. 02.00 Uhr. Weitere Infos + Anmeldung unter fahrten@fanprojekt.de.

Gut präsentieren und Werbung in eigener Sache machen

LETZTER TEST IN GLASGOW – WER SCHAFFT ES GEGEN DARMSTADT IN DIE ERSTE ELF?

Nach zwei trainingsfreien Tagen haben die Profis von Borussia Mönchengladbach am Mittwochmorgen wieder die Arbeit aufgenommen. Es geht in den Endspurt der Vorbereitung, die am kommenden Samstag mit dem Spiel bei Celtic Glasgow sein Ende findet. Und in Schottland kann und wird jeder Borusse ein letztes Mal Werbung in Sachen Startelfeinsatz machen.

Auch für Patrick Herrmann gilt es in Glasgow: Alles geben für einen Startplatz. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de 

Bis auf Thorben Marx, der nach seinen Adduktorenproblemen lediglich ein individuelles Trainingsprogramm mit Physiotherapeut Andreas Bluhm absolvierte und am heutigen Donnerstag wieder am Mannschaftstraining teilnehmen soll, konnte Borussias Trainer Lucien Favre auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Und dieser wurde auch Mittwoch wie in der bisherigen gesamten Vorbereitung mächtig gefordert. Fast zwei Stunden ließ Favre seine Mannschaft bei schwülwarmem Wetter üben.

Dass sich dabei gerade auch bei den diversen Spielformen jeder Spieler mächtig ins Zeug gelegt hat, liegt auf der Hand. Schließlich gilt es weiterhin für jeden Einzelnen alles in die Waagschale zu legen und eine nachhaltige Duftmarke zu setzen, die einer Empfehlung für die Startelf gerecht wird.

Da schaut Lucien Favre, der unlängst erklärte, dass keiner seiner Spieler einen Bonus oder gar eine Garantie hat zu spielen, natürlich genau hin. Somit auch und gerade am kommenden Wochenende, wo die Borussen zum letzten Test nach Schottland reisen. »Das wird ein sehr interessantes Freundschaftsspiel. Celtic ist eine gute Mannschaft«, sieht Favre die Schotten als guten Test. »Wir freuen uns auf dieses Spiel«. 

Und anders als in den Vorbereitungsspielen zuvor dürfte der Schweizer, der bis dato einiges probiert und einstudiert hat, gegen Celtic Glasgow schon eher einen Aufschluss darüber geben, wie die Startformation beim ersten Pflichtspiel im Darmstadt aussehen könnte.

Dahingehend hat sich der VfL-Coach bisher wenig bis gar nicht in die Karten schauen lassen. Die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse gegen den aktuellen Champions League-Qualifikanten dürften dann in die Besetzung der ersten Fohlenelf mit einfließen. Jedenfalls hat Favre bereits im Vorfeld angekündigt, gegen Celtic sinnigerweise nicht mehr mit zwei unterschiedlichen Mannschaften aufzulaufen. Was durchaus Sinn macht, denn schließlich ist der Test bei den Schotten die  letzte Möglichkeit, eine vermeintliche Stammelf einspielen und Automatismen einstudieren zu lassen.

Somit ist die Marschroute für die Borussen-Profis in Glasgow klar definiert: »Jeder Einzelne kann in Glasgow noch einmal zeigen, was er drauf hat. Ganz klar, es geht in diesem Spiel auch um die Startplätze für das Pokalspiel gegen Darmstadt«, sagt Patrick Herrmann.

Neben der offenen Frage in Sachen Besetzung der ‚Doppel-6‘ im defensiven Mittelfeld sowie der Frage Oscar Wendt oder Filip Daems, gibt es gerade in der Offensive ein ‚Hauen und Stechen‘ um die begehrten Startplätze. »Da herrscht großer Konkurrenzkampf. Somit auch für mich«, weiß Herrmann und verspricht: »Ich werde in Glasgow noch mal Vollgas geben. Ich habe dort auch noch nicht gespielt. Das wird bestimmt ein schönes Erlebnis, auf das ich mich freue«.

Und während die beiden Neuzugänge Raffael und Max Kruse zu den Feldspielern gehören dürften, die zwei der begehrten Plätze einnehmen werden,  so dürfte Marc-André ter Stegen nahezu der einzige Borusse sein, der einen Startplatz in der ersten Elf dauerhaft gebucht hat.

Denn nicht zuletzt im Spiel gegen Borussia Dortmund beim Telekom Cup untermauerte Borussias Nummer eins dahingehend seine Ansprüche und zeigte, welch starker Rückhalt er für die Fohlen sein kann und ist. »Es ist immer schön, wenn man eine gute Leistung bringt. Es ist jede Woche mein Ziel und Ansporn, immer die beste Leitung zu bringen«, sagt ter Stegen. »Wenn das dann so klappt wie am Samstag, dann bin ich zufrieden«.

»Ich möchte einfach meine Leitung bringen - das ist für mich und die Mannschaft das Wichtigste«, so der Torhüter weiter. Und dass er auch in jungen Jahren durchaus in der Lage ist, unglückliche Auftritte wie bei der USA-Reise mit der DFB-Elf gut wegzustecken, hat die bisherige Vorbereitung gezeigt. »Ich glaube, ich habe vielen, die gedacht haben, dass ich da am Anfang vielleicht ein paar Probleme bekommen werde, erst mal einen Nackenschlag verpasst und das Gegenteil bewiesen«, sagt ter Stegen.

Unterdessen ist der letzte Test gegen einen internationalen Gegner wie Celtic Glasgow neben einer Bewerbung für jeden Spieler auch noch einmal so etwas wie eine gute Standortbestimmung. »Das ist für uns noch mal eine gute Chance, uns international gut zu präsentieren und uns mit einem guten Gegner zu messen«, sagt Herrmann. »Glasgow ist ein guter Test gegen einen starken Gegner. Da können wir noch einmal sehen, wie weit wir sind«, ist Filip Daems gespannt.

Zudem kann man sich mit einem positiven Ergebnis, im besten Fall mit einem Sieg, frisches Selbstvertrauen für das Pokalspiel bei Drittligist Darmstadt 98 holen. »Es ist immer gut, wenn das Ergebnis stimmt«, sagt Borussias Kapitän. »Aber wichtiger ist die Art, wie wir auftreten. Wir wollen uns dort gut präsentieren«.

»Siege sind gerade fürs Selbstvertrauen immer gut. Gegen Celtic zu gewinnen, wäre dahingehend natürlich gut. Aber ich denke, dass wir uns gut präsentieren steht im Vordergrund«, ist Herrmann gleicher Meinung.

»Es ist wichtig, dass wir uns für die zwei wichtigen Aufgaben zu Beginn einspielen. In Glasgow ist es erst einmal wichtig, dass der eine für den anderen läuft«, gibt ter Stegen die Parole aus und ist guter Dinge: »Ich glaube, dann werden wir dort gut bestehen. Unser Ziel ist es, die Vorbereitung positiv zu beenden, um mit einem positiven Gefühl in das erste Pflichtspiel zu gehen. Ich glaube aber, dass wir positiv in die Saison starten werden, wenn wir die Vorbereitung beendet haben«.

Was sicherlich wünschenswert wäre. Dazu gilt es am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes die Schotten dicht zu halten und vorne die sich bietenden Chancen zu nutzen. Unterdessen kann und darf man sich sowohl mit Blick auf das Spiel gegen Celtic als auch im Pokal in Darmstadt den Worten von Borussias Nummer eins anschließen. »Der Trainer entscheidet, wer am Ende spielt«, sagt ter Stegen und fügt an: »Ich bin auch gespannt…«.

Dienstag, 23. Juli 2013 - 20:04 Uhr

Wenn in diesen Tagen die möglichen Sturmformationen von Borussia Mönchengladbach für die neue Saison diskutiert werden, fällt der Name Peniel Mlapa nur am Rande. Der letztjährige Neuzugang steht am Scheideweg. Wir unterhielten uns mit ihm über seine Situation.

Peniel Mlapa - aufstehen und den Durchbruch packen (Foto: Marc Basten / TORfabrik.de)
Peniel Mlapa - aufstehen und den Durchbruch packen (Foto: Marc Basten / TORfabrik.de)

TF: Peniel, Du machst Dich derzeit rar in den Medien. Zufall oder beabsichtigt?

Peniel Mlapa: Das ist schon so gewollt.

TF: Warum? Liegt es an der Berichterstattung nach der U21-EM?

Peniel Mlapa: Nicht nur, aber das spielt auch eine Rolle. Da wurde einiges unfair dargestellt. Ich bin angeschlagen in das Spiel gegen die Niederlande gegangen. Es gab die Absprache, dass wir es versuchen wollten. Im Verlauf der ersten Halbzeit ging es dann nicht mehr und ich musste noch vor der Pause raus. Es wurde dann so hingestellt, dass ich für meine schwache Leistung abgestraft wurde. Die Tatsache, dass ich verletzt war, wurde einfach ignoriert.

TF: Und was führt sonst noch zu Deiner medialen Zurückhaltung?

Peniel Mlapa: Ich hatte eine durchwachsene erste Saison bei Borussia. Mit Pech wegen der Verletzungen und sicher auch einigen nicht so glücklichen Situationen auf dem Platz. Was soll ich mich jetzt hinstellen und große Sprüche klopfen? Ich muss mich im Training anbieten, damit ich berücksichtigt werde.

TF: Das ist sicher nicht einfacher geworden, wie beim Telekomcup zu sehen. Kruse und Raffael verschärfen die Situation vorne …

Peniel Mlapa: Sie sind gute Spieler und werden uns weiter bringen. Aber es ist nicht so, dass ich jetzt automatisch keine Chance mehr habe. Es liegt an mir, mich dem Trainer anzubieten und mich zu zeigen.

TF: Gibt es ein Feedback von Lucien Favre?

Peniel Mlapa: Ja, klar. Er spricht mit mir, gibt mir viele Tipps, wo und wie ich mich verbessern kann.

TF: Also hast Du das Gefühl, dass er an Dich glaubt?

Peniel Mlapa: Auf jeden Fall. Wie gesagt, es liegt an mir, die Vorgaben umzusetzen und präsent zu sein, wenn ich eingesetzt werde.

TF: Hast Du darüber nachgedacht, den Verein zu wechseln?

Peniel Mlapa: Nein, die Überlegung gab es nicht. Ich hatte keine Wechselgedanken, ich will es hier schaffen.

TF: In welcher Rolle? Evtl. auch auf der Seite?

Peniel Mlapa: Ich sehe mich in unserem System eher im Zentrum.

TF: Dein Einstand gegen Marseille letzte Saison hätte schöner nicht sein können …

Peniel Mlapa: Das stimmt. Reinzukommen und direkt das Tor zu machen, das war schon ein überragender Moment.

TF: Später hast Du uns dann vor allem bei den vergebenen Eins-gegen-Eins-Situationen zur Verzweiflung gebracht …

Peniel Mlapa: Nicht nur Euch, sondern ich habe mich selbst am allermeisten darüber geärgert. Gegen Dortmund hätte ich in der Schlussminute den Siegtreffer machen müssen, gegen Bremen mache ich nach der Einwechslung das Kopfballtor und vergebe dann die Riesenchance, als ich den Torwart schon umspielt hatte. Ich habe jeweils die falsche Entscheidung getroffen und es war auch Pech dabei. Das hat mich lange beschäftigt.

TF: Bist Du jemand, der sein Spiel nachher noch analysiert?

Peniel Mlapa: Ja. Ich schaue es mir noch mal an und achte darauf, wie ich mich in den jeweiligen Situationen verhalte.

TF: Wer ist, neben Dir selbst, Dein größter Kritiker?

Peniel Mlapa: Mein Vater. Er ruft nach dem Spiel an und manchmal gehe ich nicht ran, weil ich weiß was kommt (…lacht…).

TF: Besuchen Dich Deine Eltern oft in Gladbach?

Peniel Mlapa: Sie wohnen in München, kommen aber zu jedem Heimspiel in den Borussia-Park.

TF: Hast Du Dich nach einem Jahr in Mönchengladbach eingelebt?

Peniel Mlapa: Ja, das war alles sehr unkompliziert. Auch innerhalb der Mannschaft hat es nie Probleme gegeben. Ich unternehme viel mit Tony, Patrick, Lukas und Julian. Auch mit Granit, mit dem ich im Trainingslager das Zimmer teile, verstehe ich mich sehr gut. Manchmal brauche ich aber auch meine Freunde, die nichts mit Fußball zu tun haben, um mal an etwas anderes zu denken.

TF: Wann stand für Dich eigentlich fest, dass Du den Weg des Fußballprofis einschlägst?

Peniel Mlapa: Nach der B-Jugend habe ich die Entscheidung für mich getroffen, alles auf die Karte Fußballprofi zu setzen.

TF: Wenn man in Deine Vita schaut, hast Du mit Deinen 22 Jahren schon unter einigen interessanten Trainern gearbeitet. Wer außer Lucien Favre hat Dich geprägt?

Peniel Mlapa: Der Trainer, dem ich viel zu verdanken habe, ist Ewald Lienen. Er hat mich hoch geholt zu den Profis von 1860 München und mir die Chance gegeben, im Profifußball zu spielen. Von Ralf Rangnick habe ich während meiner Zeit in Hoffenheim viel gelernt.

TF: Wie sieht es mit der Nationalmannschaft aus? Mit der U21 ist ja jetzt Schluss. Wäre Togo eine Option?

Peniel Mlapa: Möglich wäre es. Ich habe damals eine Einladung von Togo abgelehnt, weil ich für die deutsche U21 spielen wollte. Wenn jetzt eine Anfrage käme, würde ich es mir überlegen. Aber natürlich muss man das genau abwägen, weil es durch die vielen Reisen schon belastend wäre.

TF: Dann könntest Du aber möglicherweise mal mit Deinem Vorbild zusammen spielen …

Peniel Mlapa: Stimmt, Emanuel Adebayor ist mein Idol. Ich kenne ihn nicht persönlich und habe nur 2006 bei der WM live im Münchener Stadion gesehen. Es wäre schon toll, mal mit ihm zusammen zu spielen. Aber das Thema ist ziemlich weit weg. Wichtig ist, dass ich mich bei Borussia durchsetze.

TF: Wie verkraftest Du es, wenn Du bei einem Spiel nicht nominiert wirst?

Peniel Mlapa: Natürlich ist es nicht schön, wenn du nicht dabei bist. Anderseits ist das für mich auch eine Motivation, noch mehr zu arbeiten.

TF: Wir haben in unserer Analyse vor kurzem geschrieben, dass Du in dieser Saison den Durchbruch schaffen musst. Teilst Du die Ansicht?

Peniel Mlapa: Ja. Ich gehe jetzt in meine vierte Profisaison in der ersten Bundesliga. Ich will es packen und dafür werde ich alles tun. Aber das geht nur im Training und auf dem Platz und nicht, indem ich irgendwelche Sprüche raus haue.

 

NACHGEFRAGT BEI JUAN ARANGO

Bei Borussia Mönchengladbach geht Juan Arango nun in seine fünfte Spielzeit. Bis dato war der Venezolaner bei Borussias Trainer Lucien Favre nahezu stets gesetzt. Doch nicht zuletzt aufgrund der in der Offensive größer gewordenen Konkurrenz könnte es für den ‚Hurrikan der Karibik‘ in der neuen Spielzeit schwerer werden. Nach der Finalniederlage im Telekom Cup gegen den FC Bayern München haben wir uns mit dem 33-Jährigen unter anderem über seine persönliche Situation unterhalten.

Wird auch in der neuen Spielzeit um einen Platz in der ersten Elf kämpfen - Juan Arango. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Juan Arango über:

…das Telekom Cup-Endspiel gegen Bayern München:

Bayern hatte viel Ballbesitz. Das Ergebnis ist aber vielleicht ein bisschen hoch, denn so schlecht waren wir jetzt auch nicht. Wir konnten in den ersten Minuten gut mithalten und haben uns Möglichkeiten erspielt. Wenn du die aber nicht nutzt, ist es nahezu klar, dass du dann fast nichts holen kannst.

Und wenn du dann einen Gegentreffer bekommst, ist es umso schwerer. Man darf aber eben nicht alles schlecht reden. Wir hatten einen guten Start. Bayern hat dann einfach die Chancen genutzt. Und wenn die Maschinerie einmal läuft, ist es schwer sie aufzuhalten.

…den unbekümmert aufspielenden und überzeugenden Mahmoud Dahoud:

Bei einem 1:5 ist es immer schwer, jemanden zu beurteilen. Aber Mo Dahoud ist sehr konzentriert zu Werke gegangen und hat ein super Spiel abgeliefert. Er kann was am Ball. Man kann ihm nur Positives entgegenbringen.

…das, woran generell jetzt noch gearbeitet werden muss:

Wir müssen uns noch dahingehend verbessern, dass wir weniger Ballverluste haben und aufmerksamer im Spiel sind. Dann können wir so ein Spiel wie gegen Bayern auch mal mit einem besseren Ergebnis abliefern.

…das erste Saisonspiel gegen den Triple-Gewinner:

Es ist nicht unmöglich, gegen die Bayern zu gewinnen. Wir haben sie auch in den letzten beiden Jahren ärgern können und werden auch am ersten Spieltag alles versuchen, um das zu tun. Aber es wird natürlich sehr schwer, diese Mannschaft aufzuhalten. Dennoch fahren wir nicht dahin, um den Kampf bereits im Vorfeld aufzugeben. Nein, wir wollen und werden da etwas holen. Dafür werden wir alles tun und dagegenhalten. Mit dieser positiven Einstellung gehen wir alle in dieses Spiel.

…seinen Teamkollegen und Freund Raffael:

In den wenigen Tagen, in denen wir hier zusammen sind, haben wir uns direkt gut verstanden. Er war auch schon bei mir Zuhause und wir haben zusammen gegessen. Auch wenn wir uns noch nicht allzu lange kennen - ‚Raffa‘ ist wirklich ein klasse Typ mit viel Herz. Er wird in Mönchengladbach auf jeden Fall eine Persönlichkeit werden. Auf dem Platz haben wir zwar noch nicht zusammen gespielt. Aber ich hoffe, dass das noch kommen wird. Es ist ja wichtig, sich nicht nur privat gut zu verstehen, sondern auch auf dem Platz. Ich hoffe, dass uns der Trainer auch mal zusammen spielen lässt. Generell verbringen wir viel Zeit zusammen und hoffen, dass die Freundschaft noch lange anhält.

…den größer gewordenen Konkurrenz in der Offensive:

Dieses Jahr ist zur Mannschaft viel Qualität hinzugekommen. Aber das ist doch etwas Schönes und hat noch keiner Mannschaft geschadet. Ich freue mich auf diese Aufgabe. Jeder muss sich zeigen und beweisen. Letztendlich entscheidet dann der Trainer, wer spielen wird. Ich habe in meiner Vergangenheit immer auf derselben Art gearbeitet und werde diese Philosophie nicht sonderlich ändern. Du musst nur den Trainer überzeugen, alles andere hat keine Bedeutung. Wenn der Trainer sich dann für jemand anderen entscheidet, muss man das akzeptieren. Das ist auch gut so, denn dann bleibt jeder wach und kämpft.

…seine Einsatzchancen in der neuen Saison:

Im Leben ist nichts sicher. Jeder von uns muss sich zeigen und den Trainer überzeugen. Das gilt auch für mich. Ich bin einer von vielen und muss den Trainer überzeugen. Da kann ich mich nicht auf meine Erfahrung berufen. Es ist meine Art, immer alles zu geben. Ich denke immer an das Heute und nicht an das, was war. Es geht wieder bei null los und ich werde wie alle anderen, alles geben. Dann wird man sehen, was dabei rumkommt und wozu es reicht.

…sein Vertragsende im Sommer und einen eventuellen Verbleib:

Ich denke jetzt nicht über mein Vertragsende nach. Solche Gedanken sind aktuell überhaupt nicht in meinem Kopf.  Über das, was nächstes Jahr ist, brauchen wir jetzt nicht zu sprechen und/oder nachzudenken. Ich konzentriere mich auf die neue Saison, motiviere mich dafür und versuche immer alles für die Mannschaft zu geben. Natürlich besteht dann die Möglichkeit, dass ich bleibe. Ich würde das auch gerne. Aber das wird sich alles zur gegebenen Zeit entscheiden. Dann wird man miteinander sprechen und eine Entscheidung treffen.

23.07.2013 - 08:51 Uhr

 

„Neuen Reus“ entdeckt,Europas Top-Klubs jagen Kurt

Ein Juwel in Borussias U17: Sinan Kurt.
Ein Juwel in Borussias U17: Sinan Kurt.
Foto: imago

Mönchengladbach –  

Vorsicht, Borussen-Bosse! Europas Top-Klubs wollen im Fohlen-Stall wildern. Dass in Gladbach junge Spieler mit großem Potenzial ausgebildet werden (Herrmann, ter Stegen, Younes), hat sich rumgesprochen. Der erst 17 Jahre alte Mittelfeldspieler Mo Dahoud ist nach den jüngsten Auftritten auch nicht mehr weit von der Bundesliga entfernt.

Mit Sinan Kurt (17) gibt es nun ein weiteres Offensiv-Juwel, das wegen seiner Auftritte in der B-Jugend Bundesliga West (52 Einsätze, 31 Treffer, 21 Torvorlagen) die Scouts aus den großen Ligen auf den Plan gerufen hat.

EXPRESS erfuhr: Klubs wie Liverpool, Arsenal, Valencia, Paris oder der FC Porto haben großes Interesse am deutschen U-17-Nationalspieler. Ein Insider: „Die großen Vereine gehen immer früher an die jungen Spieler ran. Kurt ist einer dieser Jungs, denen man eine große Karriere zutraut.“

In der Türkei ist durchgesickert, dass Galatasaray Istanbul Sinan ins Visier genommen haben soll. Laut mehreren Medien will „Gala“ eine Million Euro für Kurt (Mutter Deutsche, Vater Türke) bieten. Man habe den „neuen Reus“ entdeckt. Den wird VfL-Manager Max Eberl (39) aber nicht hergeben wollen…

160.000 im Borussia-Park Fohlen- Fans gehen in die Luft !!

Von LARS WERNER und ACHIM MÜLLER
Adrenalin pur beim Bungee-Springen: Aus 50 Metern Höhe ging es abwärts.
Adrenalin pur beim Bungee-Springen: Aus 50 Metern Höhe ging es abwärts.

 

Mönchengladbach,

33 Grad, praller Sonnenschein - doch der Gladbach-Fan konnte sich am Sonntag am Borussia-Park während des großen Familienfestes auch seine Abkühlung holen.

Und damit meinen wir nicht in erster Linie die kühle, flüssige Erfrischung, die zahlreiche Anhänger auf den Bierbänken vor den zwei Bühnen einnahmen. Der Fohlen-Fan konnte nämlich auch in der Luft gehen.

Ein toller Familientag im Borussia-Park, über 160.000 Fans sorgten für eine tolle Atmosphäre.
Ein toller Familientag im Borussia-Park, über 160.000 Fans sorgten für eine tolle Atmosphäre.
Foto: Wiechmann

Für Fans, die auf etwas weniger Adrenalin stehen, gab es ein Bungee-Trampolin. Für den großen Kick sorgte aber das Bungee-Event des Hauptsponsors Postbank. Aus rund 50 Metern Höhe sprangen die Wagemutigen in die Tiefe – Abkühlung und Adrenalin natürlich inklusive.

Zwei Tage hatte die Borussia ihre Anhänger zum Familienfest und zur Saisoneröffnung geladen. Und die Resonanz war mal wieder enorm: Annähernd 160.000 Fans sind am Samstag und am Sonntag in den Borussia-Park geströmt. Ausnahmezustand. Borussia boomt.

Vizepräsident Siegfried Söllner , Präsident Rolf Königs, Präsidiumsmitglied Hans Meyer, Moderator Frank Schiffers (v. l.)
Vizepräsident Siegfried Söllner , Präsident Rolf Königs, Präsidiumsmitglied Hans Meyer, Moderator Frank Schiffers (v. l.)
Foto: wiechmann

Die Vorfreude auf die neue Saison ist am Niederrhein einfach riesig. Lange Schlangen an den Eisständen, das Jünter-Eis (in den Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Grün) ist der Renner bei Groß und Klein. Riesen-Rummel am Fan-Shop, die neuen Trikots von Ausrüster Kappa scheinen den VfL-Treuen zu gefallen. Verkaufsschlager: Die Nummer 10 von Max Kruse - und Raffaels 11.

Und die Fohlen-Profis hatten trotz des laufenden Telekom-Cups Zeit, sich auch mal bei ihren treuen Anhängern blicken zu lassen. „Wahnsinn, was hier los ist“, staunte Mittelfeldspieler Granit Xhaka.

Auf der Hauptbühne heizten Markus Becker („Das rote Pferd“), Ina Colada und Rick Arena mit ihren Schlagern die Stimmung noch zusätzlich ein. Besonders begehrt waren nicht nur die Autogramme der Borussia-Profis, sondern auch die der Box-Champs Ina Menzer und Wladimir Klitschko, die sich den Cup ebenfalls nicht entgehen ließen.

Montag,22.07.2013

 

Erst erholen, dann weiter hart arbeiten

Erst erholen, dann weiter hart arbeiten
Kaum ein Durchkommen gab es für die Borussen - hier Branimir Hrgota - gegen Bayern München.

Nach dem Telekom Cup haben die Borussen nun zwei Tage frei, bevor der Endspurt in der Saisonvorbereitung beginnt.

Sie standen am Eingang zum Spielertunnel und schauten dem Treiben auf dem Rasen im BORUSSIA-PARK zu. Dort feierten die Bayern im Konfettiregen den Gewinn des Telekom Cup. Die unterlegenen Borussen machten sich anschließend geschlossen auf den Weg in die Kabine. Erschöpft und total durchnässt. Die Hitze und die 60 Minuten gegen den Triple-Sieger hatten Spuren hinterlassen. „Es war schwer heute“, bemerkte Stürmer Luuk de Jong, dem per Elfmeter das einzige Tor gegen die Münchner während des gesamten Turniers gelang. Eine Viertelstunde etwa spielte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gut mit. Nach dem 1:0 für die Bayern aber wurden die Kräfteverhältnisse eindeutig. „Sie haben uns einfach nach hinten gedrückt“, so de Jong. Das 5:1 am Ende klingt deutlich, dabei präsentierte sich der VfL nach Meinung der meisten Beobachter stärker als der HSV, der tags zuvor 0:4 gegen den Rekordmeister unterlag.

„Es war nur ein Freundschaftsspiel“, sagte Borussias Trainer Lucien Favre bei der Pressekonferenz. Insofern dürfe man dem Resultat nicht allzu große Bedeutung beimessen. Das gilt für seine Mannschaft, aber auch für das Ensemble seines Kollegen Pep Guardiola auf Münchener Seite. Freilich habe jeder gesehen, dass die Bayern hervorragend spielen, gleichwohl bedeute das zu diesem Zeitpunkt in der Saisonvorbereitung noch keineswegs, dass die übrigen Bundesligisten von ihnen überrannt werden. „Aber Bayern wird am Ende wahrscheinlich ganz oben sein“, fügte Favre mit einem Schmunzeln an. Angesichts der Darbietung vom Wochenende keine allzu gewagte Prognose.

„Insgesamt zufrieden“

Neben dem einstimmigen Lob für den Finalgegner beschäftigten sich die Borussen aber natürlich auch mit der eigenen Vorstellung bei diesem Härtetest vor heimischer Kulisse, bei dem am Ende ein 1:0 gegen Borussia Dortmund und eben jenes 1:5 gegen Bayern München zu Buche standen. „Ich habe ein paar gute Sachen gesehen, aber auch ein paar weniger gute“, resümierte VfL-Coach Favre. „Insgesamt bin ich zufrieden.“ Als einziger Trainer aller beteiligten Teams nutzte der Schweizer das Turnier, um zwei völlig unterschiedliche Teams aufzubieten. Dass beide Mannschaften durchaus schlagkräftig waren, mag als Indiz dafür gelten, dass Borussia zum einen über einen qualitativ guten und vor allem breiten Kader verfügt. Zum anderen ist Favre – anders als viele Kollegen in der Liga – in der glücklichen Lage, trotz der intensiven Vorbereitung keinerlei verletzte Akteure beklagen zu müssen. Lediglich Thorben Marx stand dem Trainer am Wochenende nicht zur Verfügung. Der Verzicht auf einen Einsatz des Routiniers wegen Adduktorenbeschwerden galt aber eher als Vorsichtsmaßnahme. Und so trübte die deutliche Finalniederlage beim Telekom Cup auch keineswegs den Eindruck, dass die Fohlenelf sich bislang ansprechend auf die anstehende Spielzeit vorbereitet hat. „Wir haben bislang eine gute Vorbereitung hinter uns, gegen Dortmund und gegen Nürnberg haben wir gut gespielt. Nur gegen Bayern war es sehr schwer“, hielt Luuk de Jong fest. „Insgesamt haben wir aber ein positives Gefühl.“

Trainer Lucien Favre hat seinen Schützlingen jetzt erst einmal zwei trainingsfreie Tage gegeben. Mit dem Trainingslager und dem Telekom Cup kamen die Borussen schließlich auf 15 Tage Trainings- und Spielbetrieb ohne Pause. „Jetzt brauchen die Spieler ein bisschen Erholung“, so der Schweizer. Für die mit der nächsten Trainingseinheit am Mittwoch beginnenden letzten Phase der Saisonvorbereitung kündigte der Fußballlehrer aber „harte Arbeit“ an. Martin Stranzl sieht jedenfalls noch genügend Verbesserungspotenzial. „Es ist noch einiges zu tun“, sagte der österreichische Innenverteidiger. „Man hat offensiv einige gute Ansätze bei uns gesehen, zumindest bis zum Strafraum. In den nächsten zwei Wochen müssen wir dann intensiv am Abschluss arbeiten.“ Ein Testspiel am kommenden Samstag (15 Uhr) bei Celtic Glasgow bleibt den Borussen, um sich endgültig für den Saisonstart zu rüsten.

"Dagegen halten"

In rund zweieinhalb Wochen geht es zum Bundesliga-Auftakt erneut gegen die Bayern. Das 1:5 von gestern sollte dann keine Rolle mehr spielen. „Dass Bayern eine Klasse-Mannschaft hat man gesehen. Man muss aber dagegen halten, fighten und in die Zweikämpfe gehen“, gibt Stranzl die Vorgehensweise für das Aufeinandertreffen in der Allianz Arena vor. „Es wird sehr schwer, die Bayern zu ärgern“, ergänzt Lucien Favre. Für den Trainer spielt das Duell mit dem Titelverteidiger aber zunächst ohnehin noch keine Rolle. Das Spiel in Glasgow und vor allem das „wichtige Spiel im Pokal“ am Sonntag, 4. August (14.30 Uhr), bei Darmstadt 98 sind die Aufgaben, auf die sich der Schweizer zunächst konzentriert.

Wer besetzt die Schaltzentrale vor der Abwehr?

Das Sechser-Puzzle

Jan van Leeuwen und Marc Basten

Montag, 22. Juli 2013 - 21:48 Uhr

Knapp zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart befinden sich Borussia Mönchengladbach und Trainer Lucien Favre weiter in der Findungsphase. Es gibt in allen Mannschaftsteilen mehrere Optionen. Vor allem die Schaltzentrale vor der Abwehr wird mit Blick auf den Saisonauftakt gegen die Bayern zu einem anspruchsvollen Puzzle.

Ein Gewinner der Vorbereitung - Mo Dahoud (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)
Ein Gewinner der Vorbereitung - Mo Dahoud (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

»Es gibt noch einiges zu tun«, warnte Martin Stranzl nach der Klatsche gegen die Bayern (1:5) im Finale des Telekom-Cups. Doch schon tags zuvor in der Partie gegen die Namenscousine aus Dortmund wurden manche Schwachpunkte im Gladbacher Spiel offensichtlich. Zwar gab es phasenweise ordentliche Kombinationen, doch galt das in extremer Form noch mehr für die jeweiligen Gegner.

Das Zustellen und die Raumaufteilung bei der Fohlenelf waren selten optimal. Die Überbrückung des Mittefeldes bis hin zum Sturm verläuft weiterhin sehr stockend. Ein altbekanntes Problem, das noch nicht behoben scheint.

Und vor allem in der defensiven Schaltzentrale steckt Lucien Favre noch voll in der Findungsphase. Was spricht für welche Kombination für den Ligaauftakt in München?

Håvard Nordtveit / Granit Xhaka:

Pro: Kennen sich aus der letzten Saison, haben im Ligabetrieb schon miteinander gespielt.

Kontra: Maximal ein Vorbereitungsspiel bleibt, da Nordtveit bislang nur als Innenverteidiger spielt. Dazu trübte Xhaka den guten Eindruck des Trainingslagers beim Telekom-Cup erheblich. Nicht nur wegen der ‚Böcke‘ in der Vorwärtsbewegung.

Håvard Nordtveit / Mo Dahoud:

Pro: Ein „Kämpfer“ und ein „Spieler“, Lunge und Gehirn. Dahoud hat in der Vorbereitung beeindruckt.

Kontra: Ein Debüt bei den Bayern als 17-Jähriger ohne Bundesligaerfahrung.

Mo Dahoud / Granit Xhaka:

Pro: Wäre ein echter Überraschungseffekt und ein Signal an die Bayern, dass man mitspielen will.

Kontra: Hätte etwas von Harakiri, die Bayern würden die Vorlage wohl dankend annehmen.

Håvard Nordtveit / Christoph Kramer:

Pro: Zwei Dauerkämpfer, die mit ihrem Laufpensum zustellen können und in der Lage sind, Bälle zu erobern. Kramer zeigt vielversprechende Ansätze.

Kontra: Bisher noch kein Testspiel zusammen absolviert, Kramer fehlt die Bundesligaerfahrung.

Mo Dahoud / Christoph Kramer:

Pro: Die beiden Gewinner der Vorbereitung. Junge, frische Burschen, die sich was zutrauen.

Kontra: Zwei Debütanten in München auf der Doppel6 wäre entgegen jeglicher Vernunft.

Granit Xhaka / Christoph Kramer:

Pro: Dieses Duo blieb gegen den BvB ohne Gegentor und harmonierte in Ingolstadt eine Halbzeit lang sehr ordentlich.

Kontra: Ohne ter Stegen hätte man gegen den BvB mehrere Gegentore kassiert. Diese Kombination verlor gegen Ingolstadt.

Fazit: Das Sechser-Puzzle ist noch längst nicht gelegt. Möglicherweise wird Thorben Marx das entscheidende Puzzle-Teilchen. Dafür spricht seine Erfahrung und die enorme Kampf- und Laufbereitschaft. Beim Punktgewinn im letzten Jahr in München trug er zur allgemeinen Stabilität bei. Außerdem schluckte Marx in keinem der bisherigen Testspiele ein Gegentor, egal ob mit Dahoud (Rhede, Lierse, Ingolstadt) oder Xhaka (Nürnberg) an seiner Seite. Leider fiel er im Finale des Telekom-Cups leicht verletzt aus, so dass er gegen die Bayern nicht auf den Prüfstand gestellt werden konnte.

Gut möglich, dass Lucien Favre in München auf das bewährte (konservative) Duo Thorben Marx und Håvard Nordtveit setzt. Oder, falls er Nordtveit tatsächlich weiter als Innenverteidiger trainieren und (Test-)spielen lässt, Marx einen jungen Kämpfer (Kramer) oder Spieler (Dahoud) an die Seite stellt.

Interessant wird es auf Fälle, wenn Lucien Favre weiter an der idealen Zusammensetzung des zentralen Mittelfeldes bastelt. Der Test bei Celtic Glasgow wird möglicherweise neue Aufschlüsse geben. Viel Zeit bleibt jedenfalls nicht mehr …

 
     
      
Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Webseite des Fanclubs Bonn - Borussen in Bonn